Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
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ſinn einer erſten Leidenſchaft; bruͤnett, jung, feurig, ſympathiſirte ſie bald mit der gluͤhenden Seele, dem heftigen Charakter ihres Gemahls. Seltſam genug, der Beſitz ſchwaͤchte ihre Trunkenheit nicht, und jeder Tag uͤberbot den vorhergehenden an Vergnuͤ⸗ gungen.

Der Graf beſaß, wie geſagt, bei ſeiner Ver⸗ heirathung noch die ganz huͤbſche runde Summe von hunderttauſend Thalern, obgleich ſein Vermoͤgen ziemlich geſchmolzen war. Doch da der Graf ſein Idol anbetete, ſo ſtrahlte dieſer Abgott von Edel⸗ ſteinen. Marie war nur in Atlas und Cachemir gehullt, und nie wagte ſich der niedliche Fuß auf das harte Straßenpflaſter oder in den Staub der Spaziergaͤnge hinaus.

So ſchmolz das ungluͤckliche Erbtheil ſichtlich zuſammen.

Einſt vier Monate nach ihrer Verheirathung, es war gegen drei Uhr Nachmittags, und der Graf war Tags zuvor von einem kleinen Ausfluge nach Hauſe zuruͤckgekehrt lagen Beide, ſchoͤn in ihren blaſſen, abgeſpannten Zuͤgen, auf dem Ruhebette.

Arthur,« ſagte Marie, indem ſie ihr langes, ſeidenes, ſchwarzes Haar mit ihren etwas mager gewordenen weißen Fingern ordnete; vArthur, nur noch einen Monat in dieſem Gluͤcke und dann ſterben; dann, mein Engel, haben wir alle Genuͤſſe erſchoͤpft, von der ſußen Schwaͤrmerei an bis zum erſchütternden convulſiviſchen Krampfe; in benei⸗

Atar⸗Gull. I. 5