Teil eines Werkes 
8. Theil, Atar-Gull : Roman : 1. Bändchen (1838)
Entstehung
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Das junge Maͤdchen lachte, indem es zwei Reihen kleiner weißer Perlen ſehen ließ.

»Marie, ich bin heftig, aufbrauſend, ein Haͤn⸗ delmacher, und bis jetzt war ich eben ſo ungluͤcklich im Duelle wie in der Liebe 4

Das junge Madchen ſeufzte, indem ſie ihn mitleidig ruͤhrend anblickte. Mit welchen Augen! wie kleideten die Seufzer dieſen jungfraͤulichen Buſen!

»Marie, ich hatte viel Geld, ſehr viel Geld; aber Pferde, Hunde, die Tafel und Weiber haben einen großen Theil davon aufgezehrt 4

Das junge Maͤdchen lächelte gleichguͤltig, in⸗ dem es die ſchoͤnen runden Achſeln zuckte.

Marie, es bleiben mir, wie ich glaube, nur noch dreimalhundert und einige tauſend Franes; du biſt neunzehn Jahre alt, wirſt ganz neue Ein⸗ druͤcke empfangen; das Leben in der großen Welt iſt etwas Neues fuͤr dich; der Luxus, die Ver⸗ 5 gnuͤgungen, der betaͤubende Strudel einer großen Stadt iſt dir noch unbekannt; es iſt natuͤrlich, daß dich die Genuſſe reizen werden. Ich habe, deine Wuͤnſche zu befriedigen, wenig Gel und viele Fehler, und dennoch willſt bu mich:

Das junge Mädchen hielt ihm mit ſeiner klei⸗ nen runden Hand den Mund zu.

Der Graf von*** heirathete ſie; ſeine Freunde lachten ſehr daruͤber. Die Graͤfin, bis dahin kalt und zuruͤckhaltend, uͤberließ ſich dem ganzen Wahn⸗