Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Vorſchlag wurde als uͤbereilt und ſeicht verworfen. Dagegen beſchloſſen ſie im Geheimen zu wirken und die Lady mit Spionen zu umſtellen, damit ihnen Alles, was im Hauſe vorginge, hinterbracht wuͤrde. Es war natuͤrlich dazu Niemand geſchickter, als der vom galanten Weinſchenk ſo oft und nachdruͤcklich erwaͤhnte Georg, der Kutſcher des Lord. Als einen liederlichen Menſchen hatte ihn ſein Oheim geſchil⸗ dert, darauf bauten die Freunde, daß er ſich leicht wuͤrde beſtechen laſſen. Eichler nahm die Sache auf ſich. Eduard war nicht aus ſeinem Tiefſinn aufzu⸗ ruͤtteln und deßhalb verfuͤgten ſie ſich nach Hauſe. Da fehlte ihm der Meiſter. Wie viel hätte er dar⸗ um gegeben, ihn jetzt zur Seite zu haben, von ihm die hohen Worte zu vernehmen, die ihn leicht uͤber das Menſchenleben mit all ſeinem Treiben und Drän⸗ gen empor hoben. Er ſtellte ſich vor des Meiſters Gemaͤlde und erſt da gewann er Faſſung.

Eichler war zum Schenkwirth gegangen und hatte den immer Kaſſe brauchenden Georg gluͤcklich gewonnen. Fuͤr jede Nachricht hatte er ihm ein gut Stuͤck Geld verſprochen, und der gefällige Menſch berichtete faſt täglich, was im Hauſe vorging. Doch das Meiſte war unerheblich; Nichts fuͤhrte zum Zwecke. Endlich brachte er die Botſchaft, daß Lady Wilmeſon mit der Frau von Gronau morgen zuruͤck nach Hannover reiſen werde.

Die Lady war fort. Der Lord lebte mit ſeiner