Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Freunde zur Thuͤre hinaus und eilte mit ihnen in's Freie.

Laßt euch meinen Scherz nicht kämmern, liebe Jungen, fuhr er fort:es kam mir eine Liſt ein, und die wäre vielleicht durch euren Ernſt verrathen worden. Wir muͤſſen naͤmlich die Wilmeſon durch⸗ aus umſtellen. Sie hat keine Ahnung davon, daß Ihr hier, daß Ihr in meinem Hauſe ſeid. Sie gibt ſich alſo, weil ſie ſich unbeobachtet glaubt, manche Bloͤßen, aus denen wir etwas zuſammenbauen koͤn⸗ nen.

Mir, ſprach Wilhelm:mir iſt eine an⸗ dere Vermuthung durch den Kopf gefahren, die eben ſo wahrſcheinlich als furchterlich iſt, daß Lady Wil⸗ meſon ſich fuͤr Dich, Eduard, intereſſirt iſt mehr als zu gewiß; ſie hat durch ihr Betragen ſeit drei Jah⸗ ren davon die deutlichſten Beweiſe gegeben. Sollte ſie vielleicht Emmelinen verkuppelt haben, um Dich dann zu gewinnen?

Wohl moͤglich, erwiederte Eichter:aber das nimmt dem Maͤdchen, die ſo leichtſinnig mit Herzen ſpielt, nichts von ihrer Gemeinheit. Wenn ſie treu liebte, konnte ſie nicht abfallen.

Aber, was auch Eichler fuͤr Gruͤnde zu ſeiner Beruhigung anführen mochte, was auch Schmerzing von der wahren innigen Liebe eines Madchens ſprach, wie ſeine Anna ihm leuchtendes Muſter abgab: in Eduards Bruſt erwachten alle fruhern, kaum nieder⸗ gekampften Stuͤrme.