Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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übtes Wirthsauge erblickte, ſeine Hochzeit. Weit, weit muß er ſie hergeholt baben, denn ſo etwas Brillan⸗ tes gibt es in unſerer Gegend nicht. Woher ſie iſt, hat man ſo eigentlich nicht erfahren koͤnnen, obgleich ſie ſich ſeit vorigem Sommer ſchon im Hauſe des Herrn Lord aufhielt.

Sehen Sie meine Herren, ſehen Sie nur! Jetzt fährt der praͤchtige Wagen des Herren vor. Sie wer⸗ den einſteigen, um ſich trauen zu laſſen.

Eduard ſprang wie beſeſſen 5 Alle draͤngten ſich zu den Fenſtern.

Aus dem hohen Portal trat junge Lord; an ſeinem Arme hing die reizende Braut.

Emmeline! rief Golding im fuͤrchterlichſten Schmerz.

Arnsberg! rief Schmerzing im groͤßten Er⸗ ſtaunen; und der Wagen flog die Straße dahin.

Der Wirth war vor Schrecken einige Schritte zuruͤckgeſprungen, und Eichler, dem ſich gleich Alles enthuͤllte, weil er früher genau von Eduards Leben unterrichtet war, hielt dieſen im Arm.

Welch hoͤlliſcher Trug; Licht und Finſterniß zugleich! raſete Wilhelm. Eduard lag, wie vom Blitze niedergeſchmettert, an Eichlers Bruſt.

Nachdem ſie ſich einigermaßen geſammelt hatten, richteten ſie neue Fragen an den erſchrockenen Wirth und ließen merken, daß, wenn er treu berichtete, ſi ie den Wein gut bezahlen wuͤrden,