Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Schenks an, und verbeugte ſich ſo tief und ſo oft⸗ als es ſeine Korpulenz zuließ. Sein ſcharfes Ken⸗ nerauge gewahrte ſogleich, daß die Herrn Prieſter der edeln Malerkunſt waren, wie er ſich ausdruͤckte, und wer haͤtte das nicht ſehen wollen, da die drei ganz wie italieniſche Maler gekleidet waren.

Schnell waren die leuchtenden Flaſchen mit der ſchneeweiſen Serviette abgeputzt, die immer im Knopf⸗ loch der weiten Weſte hing, und die Glaͤſer klangen auf dem Tiſche.

Mein beſter Herr Wirth, begann Eichler, wie von ohngefaͤhr;koͤnnt ihr uns nicht ſagen, wer da druͤben das große Haus bewohnt?

Ganz gehorſamſt aufzuwarten, mein theu⸗ rer Herr, gegenredete der Wirth mit einem Kratz⸗ fuß:auf ſothane Frage kann kein Menſch in der ganzen Stadt beſſer dienen, als meine Wenigkeit. Ich habe die Ehre, dieſes Haus in⸗ und auswendig su bennen habe mehremut Srtegenheit gehabt, in ſeine geheimſten Gemaͤcher zu treten, habe mit meiner Frauen, die Ihnen da draußen auf der Hausflur zu begegnen das Gluͤck hatte, ſage mit meiner Frauen, habe ich ſelbſt dieſes Haus eingerichtet und ausge⸗ putzt.

Verzeiht, mein Lieber, fiel Eichler dem Re⸗ defluſſe des Geſchwätzigen ein:ich fragte euch, wer das Haus bewohnte?

Zu dienen! zu dienen! werde gleich darauf kommen. Meines Bruders Sohn, ein liederlicher