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vor meinem Fenſter zu ſehen, wenn die Alte bei meiner Mutter vorfuhr. Ich habe oft genug den modernen Bau nach Ludwigs XIV. Geſchmack be⸗ wundert.“
„Laßt uns dem Phaeton folgen!“ rief Eichler. und alle drei eilten mit Sturmſchritt dem Wagen nach. Er fuhr vor das Thor. Dort hielt er vor einem ſchoͤnen großen Hauſe und heraus ſtieg Frau von Gronau mit ihrer alten Kammerjungfer.“
„Wie kommt dieſes Weib nach Muͤnchen?“ rief Eduard aus:„kennen Sie dieſes Haus, lieber Eich⸗ ter
„Es iſt das Gartenhaus, das Lady Wilmeſon jedes mal wahrend ihres Hierſeins bewohnt. Icht ha⸗ be, ſeit ich wieder hier bin, nicht nach ihr gefragt, weil, wie Sie wiſſen, der Meiſter von der Wilme⸗ ſon nichts hoͤren mochte.“
„Eduard! es wird helle vor meinen Augen,“ ſprach Wilhelm:„Emmeline und die Wilmeſon muſ⸗ ſen hier ſein, ſonſt waͤre die Alte nicht da.“
„Ohne Zweifel!“ erwiederte Eduard, in Gedan⸗ ken vertieft.
„Daruͤber wollen wir bald in Gewißheit ſein,“ ſiel Eichler ein:„Tretet nur hier herein in dieſe Weinſchenke. Wir koͤnnen von da das Haus der La⸗ dy ganz uͤberſchauen, und alles was ſich am Fenſter oder an der Thuͤre zeigt, kann uns nicht entgehen.“
Sie ſtiegen in die freundliche Wirthsſtube. Ge⸗ ſchäftig trat ſie das ſpeckfeiſte glänzende Geſicht des


