Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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—5— kaum mäßigen.„O herrlich! entzuͤckend! Da gehe ich mit Ihnen. Mein theurer Lehrer, mein Vater, iſt dort. Schon lange habe ich mich nach ihm ge⸗ ſehnt. Es ſind ſchon zwei Jahre, daß ich von ihm ſchied. Ach, und mein Leben iſt ohne ihn nur ein halbes.“

Nichts hatte Eduard erwuͤnſchter kommen koͤn⸗ nen; denn Eichler war einer von den Wenigen, die ihn verſtanden, und er verſchlang jedes der gehalt⸗ vollen Worte des jungen Malers.

Das ſchoͤne Kleeblatt trat nun die Reiſe nach Toplitz gemeinſchaftlich an und bald wurden ſie die innigſten Freunde. Ihre Unterhaltungen waren nichts als äſthetiſche Abhandlungen, denn Jeder theilte dem Andern ſeine Schätze mit. Der Maler entwik⸗ kelte immer mehr einen herrlichen Geiſt und die Glut ſeiner Phantaſie hielt mit Eduards Begeiſte⸗ rung gleichen Flug. Je langer ſie reiſ'ten, je mehr offneten ſich ihre Herzen, und Eichler kannte bald den Zweck der Reiſe ſeiner neuen Freunde, wußte die ganze Lebensgeſchichte derſelben, Eduards ungluͤckliche und Wilhelms gluͤckliche Liebe.

„Mir fuͤllt die Bruſt die Liebe zum unendli⸗ chen All,“ jauchzte er dann auf:„und dieſes All habe ich zuſammengedraͤngt in ein hohes Ideal, das kein ſterbliches Weib erreichen kann, nicht erreichen darf; denn das wäre am Goͤttlichen gefrevett. Ir⸗ diſche Liebe hat in mir noch keine Freiſtatt gefunden. Ich Ne in jedem huͤbſchen Maͤdchengeſicht die Na⸗