Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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mit einer Liebe, die ſeinem tiefen Gemuthe eigen war, und hier nun beſonders ſtark hervortrat, weil ja der Kranke um ſeinetwillen litt. In lichten Au⸗ genblicken zeigte Arnsberg jedesmal große Ruͤhrung uber dieſe ſorgfaltige Pflege und aͤußerte oft, daß er derſelben nicht wuͤrdig ſei.

Einſt ſaß Golding in der Daͤmmerſtunde am Bette des Leidenden, den eben das mittaͤgliche Fie⸗ ber verlaſſen hatte. Er lag ganz ſchwach da, und begann mit leiſer Stimme:„Lieber Golding⸗ Sie ſind ſo ſehr um mich bekuͤmmert und ich weiß nicht, wie ich Ihnen genug dafuͤr danken ſoll. Sobald ich geneſen bin, will ich Ihnen Dinge entdecken, die fuͤr Sie von der allergroͤßten Wichtigkeit ſein muͤſſen; ſollte ich aber ſterben, ſo finden Sie in meinen Pa⸗ pieren und Briefen jene Aufſchluſſe. Meine Schwaͤ⸗ che erlaubt mir nicht, mich Ihnen jetzt naͤher zu er⸗ klaͤren.“

So aufmerkſam auch Golding bei dieſer Fuße⸗ rung wurde, und wie vielerlei Ahnungen ihn auch ergriffen, da er das Geſagte mit den Ausbruͤchen ſeiner Fieberphantaſie zuſammenhielt, ſo mochte er doch nicht in den Kranken dringen, ſondern bedeutete ihn, ſich ruhig zu verhalten und durch keine Ge⸗ muͤthsbewegung der Krankheit Nahrung zu geben. Doch betroffen von dem eben Gehoͤrten, eilte er zu ſeinem Schmerzing, um ihm die neue Entdeckung mitzutheilen. Die Freunde ergingen ſich in allerlei