Theuerſter Golding!
Von Caſſel eben hier angekommen, kann ich nicht umhin, mir Ihren lieben Beſuch auszubitten. Kommen Sie ja gleich. Ich logire in der Kro⸗ ne Nr. 13. Sie treffen Geſellſchaft bei mir, die Ihnen nicht unangenehm ſein wird. Morgen rei⸗ ſen wir nach Sachſen ab. Eilen Sie, meine Sehnſucht nach Ihnen zu befriedigen⸗
Ihre Fanny Wilmeſon⸗
„Wie? ſo wäre doch wohl Emmeline hier?
Aber warum ſchreibt ſie mir nicht ſelbſt? Warum ladet mich dieſe mir ſo widrige Engländerin ein? und in einem ſo vertraulichen Tone! Rein; deine Emmeline kann unmoglich dabei ſein, ſie wuͤrde ſonſt felbſt geſchrieben haben; wen auch die gefallſuͤchti⸗ ge Wilmeſon mit ihrer Geſellſchaft meint, Emme⸗ line iſt es gewiß nicht. Aber vielleicht wollte ſie mich uberraſchen, vielleicht mir heimlich die Freude des Wiederſehens bereiten, und ſah ich ſie nicht heute im Wagen! Ja ſie war es gewiß! Aber ſie hat mich auch geſehen, eher und deutlicher geſehen als ich ſie. Hätte mich nicht die zärtlich Liebende da eher uber⸗ raſchen können? Ja, die mich wahrhaft liebte, mußte dort den Wagen halten laſſen, mußte mir dort unter freiem Himmel in die Arme fallen⸗ und die Engel haͤtten freudig auf uns herabgeblickt. In die Krone ſoll ich kommen! In den engen vier


