Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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fuͤhle, daß ich weit unter deiner Reinheit und Groͤße ſtehe. Ich geſtehe dir, ich habe dich verkannt, ich habe dich immer fuͤr einen menſchenfeindlichen finſtern Juͤngling, oft ſogar fuͤr ſtolz gehalten. Doch war der beſſere Funke nicht in mir verloſchen, ich neigte mich unwillkuͤhrlich zu dir, und als du heute ſo be⸗ geiſtert ſprachſt, v war's, als hätteſt du nur aus meiner Seele geleſen, das Alles hatte ich mir auch, doch nur fluͤchtig, gedacht. Aber mein ganzes Sn⸗ nere ging in das deine uͤber, und es erſtand in mir die felſenfeſte Ueberzeugung, daß wir fuͤr einander geboren ſind. Dich hat die Liebe in ihre Himmel hinauf gezogen, dich in ihre Heiligthuͤmer eingeweiht, indem ich, noch ein Profaner, das Entzuͤcken der er⸗ ſten Liebe nur ahnen kann.

Aber biſt du auch gewiß, ob die Liebe in dei⸗ ner Bruſt ihr Ideal in Emmelinen von Gronau fin⸗ det? Wird dieſe Welt in dir von dem Maͤdchen dei⸗ ner Wahl verſtanden? Leben in ihrem Geiſte dieſel⸗ ben Glanzgeſtalten, die, wie Sterne der Mitternacht, aus den Tiefen deines Lebens hervortauchen, oder Eduard! ſollte ſie in dir nur den tiebenswuͤrdigen Juͤngling lieben?

Quaͤle mich nicht mit deinen hoͤlliſchen Ein⸗ faͤllen, fiel ihm Golding aͤngſtlich⸗haſtig in's Wort: ſie uͤberflugeln mich, wie ein Rabenzug das Schlacht⸗ feld, ach! ſie finden Nahrung genug. Als mir das Maͤdchen zum erſten Mal in den Armen lag; als die Trompete uns rief, da ſchwur ſie mir die ewige