Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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unſerer Kriegsgefährten, die freilich immer in einem lockenden Gewand erſchien, und, wie ich mir wo geſtehen muß, die ſtete Beſchaͤftigung meines Geiſt mit Emmelinen, meiner Schweſter und dem Schick⸗ ſale meines Pflegevaters, hatten dich von mir ent⸗ fernt. Mit dem tiefſten Schmerz mußte ich ſehen, wie du meine Geſellſchaft flohſt und dich in den Um⸗ gang leichtſinniger Menſchen ſtuͤrzteſt. Kein Vor⸗ wurf uͤber deine Kaͤlte gegen mich ſoll uͤber meine Lippen gleiten, und ob ich auch Jahrelang deines naͤheren freundſchaftlichen umganges entbehrt habe, ſo hat mich doch dieſer einzige Abend reichlich ent⸗ ſchaͤdigt; ich fuͤhle es, daß du mein Freund ſeyn mußt; ich war der deine immer. Die Liebe zu Emmelinen hat meiner Freundſchaft zu dir nichts geraubt; ja ich behaupte, daß nur wahre Freund⸗ ſchaft hegen kann, der wahre, reine Liebe zu einem Maͤdchen fuͤhlt.

Als wir nach Hannover zuruͤckkamen, fand ich bei Anna'n und Emmelinen jene Wilmeſon, die mir vom erſten Augenblick, als meine Schweſter ſie mir vorſtellte, ein beaͤngſtigendes Gefuͤhl einfloͤßte. So reizend ſie iſt und ſo ſehr ſie durch Reichthum und Anſtand in allen Zirkeln unſerer Reſidenz glaͤnzt, ſo habe ich doch in ihrer Naͤhe nie recht froh ſeyn koͤn⸗ nen. Es iſt wahr, ſie hat ſich ſehr viel Muͤhe um meinen umgang gegeben, und ich kann nicht ſagen, daß ſie etwas mir Mißfälliges in Wort oder That je gegen mich vorgenommen hätte, aber oft habe