Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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daß der gute Pfarrer in der Zeit der Schreckniſſe, vor einigen Wochen geſtorben ſey; wo meine Schwe⸗ ſter war, konnte mir keiner von den guten Landleu⸗ ten ſagen, die mir ſo herzlich zugethan waren. Bei der Leiche unſeres Wohlthäters war ſie noch zugegen geweſen, aber einige Tage darauf hatten die retiriren⸗ den Franzoſen das Haus verbrannt, die Einwohner vertrieben. Jeder hatte zu viel mit ſich ſelbſt zu thun gehabt, um an den Andern zu denken, und ſo war meine liebe Anna verſchwunden, und hatte mir nur die ſchrecklichſten Ahnungen hinterlaſſen. Ich weinte der Aſche meines verklärten väterlichen Freundes eine Zahre und ging dann muthig meinem dunkeln Ge⸗ ſchick entgegen.

Wie umſchlang ich dich nach einigen Wochen, als du mich mit der Nachricht uͤberraſchteſt, daß Anna in deinem elterlichen Hauſe, wo ich ſie ehemals ein⸗ gefuͤhrt hatte, ſich aufhalte, wohin ſie ſich ſicher gerettet habe. Nach Vollendung des Feldzugs fand ich Anna und Emmeline vereint, und mein Gluͤck ſchien nun die hoͤchſte Stufe erreichen zu wollen. Zwar war in der Verwirrung und im Brande das Dokument uͤber unſere Geburt verloren gegangen, doch waren wir durch die Hinterlaſſenſchaft unſeres Pflegevaters, der ſein Vermoͤgen, meiſt in bedeuten⸗ den Grundſtucken beſtehend, uns gerichtlich vermacht hatte, vor Mangel geſichert. Ein groͤßerer Verluſt als der des Dokuments war mir damals der deines Herzens. Das ſoldatiſche Leben, die Zugelloſigkeit