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klang in reiner Abendluft verſchmilzt. Da rief Teutſch⸗ land ſeine Soͤhne zu den Waffen. Wie ein Blitz durchzuckte es mich. Ja das war der Ableiter aller tobenden Gefuͤhle in mir, die mich bald oder ſpät aufreiben mußten. Schnell gewann mein ſtummes Empfinden Worte, und als ich mit dir mich auf die Roſſe ſchwingen wollte, dem großen Kampf ent⸗ gegen zu gehen, fand ich Gelegenheit, Emmelinen meine Liebe zu ſchildern. Ich lag in ihren Armen, und der erſte Kuß der Liebe brannte auf meinen Lippen und in meinem Perzen. Ich wurde wieder geliebt, ich war es ſchon lange. Laß uns uͤber jene Zeit hinwegeilen, die wir zuſammen gefochten. Em⸗ melinen's Briefe erhielten meinen Geiſt in einer fort⸗ dauernden geiſtigen Spannung, und ich kehrte in ihre Arme zuruͤck, zwar nicht mehr mit jenem To⸗ ben in der Bruſt, aber mit einer innigen, nun mehr gelaͤuterten Gluth, mit einer Liebe, die der ſeligſten Erfuͤllung der ſchoͤnſten Wuͤnſche mit Sehnſucht ent⸗ gegenſah. Ich hatte bei unſerm Abmarſch von Han⸗ nover, wie du weißt, meinem Pflegevater nur kurz meinen Entſchluß geſchrieben, indem ich ſeiner Ein⸗ willigung im Voraus gewiß war. Auf meinen Brief erhielt ich keine Antwort, aber bald warf uns das Schickſal in die Gegend ſeines Wohnorts. Wir muß⸗ ten die Franzoſen dort verdrängen, ach! und ich fand die Wohnung meines Pflegevaters abgebrannt, den Ort verwüſtet. Wer beſchreibt den furchter⸗ lichen Schmerz, den ich bei der Nachricht empfand,


