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zücken, das nur wenig Menſchenherzen faſſen kön⸗ nen! Wie oft wollte ich mich hinabſtuͤrzen auf die Straße, um befreit zu ſeyn von den druͤckenden Banden dieſes Leibes, um ein entkoͤrperter, ſchwe⸗ bender Geiſt mit fortzuwallen in den Harmonien, in den Toͤnen des ewigen All, die nur Liebe mir zu ſingen ſchienen.“
„Oft, wenn ich Emmelinen nur ſah, ergriffen mich Verzuͤckungen; heilige Schauer durchbebten mich; ich glaubte den Geſang der Sphären zu hoͤren, und die Ibeale meiner Kindheit neigten ſich zu mir mit freundlichem Gruß; wie viel Mal hatte ich Luſt— wie einſt Sonnenberg, der hocherglühte Saͤngerjuͤng⸗ ling— mich in ſolch fuͤrchterlicher Extaſe aus dem Fenſter zu ſtuͤrzen, oder in den Fluthen der Leine das tobende Feuer meiner Bruſt zu ertränken.“
„Was konnte es mir in jener Periode meines Lebens ausmachen, wer meine Eltern waren; der Gedanke an ſie kam mir ſelten in die Seele, und wenn er kam, ſtieß ich ihn mit unwillen zuruͤck, weil ich ahnete, daß mich mein Onkel oder meine Mutter aus dem ſchoͤnen Traume unangenehm wecken moͤchten; ach! und ich traͤumte ſo ſuͤß.“
„Der Sturm meier Empfindungen hatte mich noch nie zu Emmelinen reden laſſen; jedes Wort unſerer Sprache ſchien mir entheiligend fuͤr mein Gefuͤhl; ich glaubte eine Sprache der Geiſter erfin⸗ den zu muͤſſen, einen himmliſchen Laut, in dem mein Geiſt hintonend ſich aufloͤſen muͤſſe, wie ein Floͤten⸗
Die Intrigue. 1. 2


