Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Freund, der Leiter, der Lehrer und Pfleger meiner Jugend nun auch von mir ſchied, da ſchien ich mir von aller Welt verlaſſen, da war mir's, als wäre ich ganz allein. Ich ſollte ihn nicht mehr Sonntags predigen hoͤren, ihn nicht mehr mit Entzuͤcken hoͤ⸗ ren, wenn er ein Stuͤck von Aeſchyl oder Sophokles mit mir las und den hohen Dichtergeiſt mir allmä⸗ lich zu enthuͤllen ſtrebte. Wie hatte da ſein Auge gefunkelt, von einem goͤttlichen Lichte durchſtrahlt, das ja auch in meinem Buſen entflammt war! Wie klangen da alle innern Saiten in meiner Bruſt in vollen Akkorden! Ach! das Alles ſollte ich nicht mehr genießen. Mußte ich mir nicht recht ungluͤcklich vor⸗ kommen?

Mein väterlicher Freund verließ mich und ich trat in die Schule. Da flog dir mein Herz zu, und obgleich ich bald inne ward, daß du nicht ſo innig fuͤhlen konnteſt, wie ich, ſo war ich doch auch ge⸗ wiß, daß ich einſt von dir verſtanden werden wuͤrde. Ich kann wohl behaupten, daß vlele von meinen

Gefühlen auf dich uͤbergingen, aber ich erhielt im Gegentheil auch manches von deiner Munterkeit?und Leichtigkeit in Geſellſchaft; ich vzrlor vorzuͤglich in deiner Eltern Hauſe mein aͤngſtliches Weſen und die Welt der Wirklichkeit ruͤckte mir etwas naͤher. Das Geheimniß meiner Geburt wollte ich dir ſo lange verſchweigen, ſo lange ich ſelbſt noch nicht hinlaͤng⸗ lich davon unterrichtet war, deshalb hoͤrſt du von mir jetzt erſt jene Erzaͤhlung. Aber leider! kin ich