Teil eines Werkes 
1. Theil (1828)
Entstehung
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Ihnen verloren, indem ihre Klage um einen ein⸗ zigen Genius wie ein Donner Gottes an die Wolken ſchlagen ſollte.

O haben dieſe Geſchoͤpfe, die mir den Namen Menſchen zu entwuͤrdigen ſcheinen, haben ſie je geahnet, was leben heißt? haben ſie, den Zweck ih⸗ res Lebens zu erfuͤllen, Geiſt und Willen gehabt? In ihrer Seele iſt es ſchwarz, wie Mitternacht; fie iſt weder empfänglich fuͤr den heiligen großen Schmerz, noch fuͤr den göttlichen Jubel. Sie werden am Apoll von Belvedere voruͤbergehen, wie an dem nußbaum⸗ nen Heilandsbilde, das in unſerer Kirche zu Hauſe hinter dem Altare ſtand; ſie werden Goͤthe's Taſſo und Schillers Jungfrau mit demſelben und vielleicht mit weniger Vergnuͤgen leſen, als einen Geiſterroman von Spieß oder eine ſuͤße S von La⸗ fontaine.

Unter dieſen heftigen Worten waren ſie der Landſtraße nach der Stadt zu, faſt ungeſtuͤm ſchrei⸗ tend, hinabgezogen. Jetzt rollte plotzlich ein Wagen uͤber die Weſerbruͤcke, ihnen entgegen. Raſch trab⸗ ten die Pferde an ihnen voruͤber. Golding warf ei⸗ nen fluͤchtigen Blick in den nur an der Seite geöff⸗ neten Wagen, und er war voruͤber. Golding blieb wie angewurzelt ſtehen.

Nun, was iſt dir aufgeſtoßen? fragte Schmerzing lächelnd:Du haſt dich doch in keine von den reiſenden Schoͤnen verliebt?