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ſtände. Eine eble große Geſtalt, kräftig gebildete Formen, deren Stärke faſt ans Ungewoͤhnliche grenzte, eine anmuthige Haltung, die meiſt nur den gebilde⸗ ten und hoͤhern Ständen eigen zu ſeyn pflegt, der gewählteſte Anzug, der eher den Junker aus dem furſtlichen Kabinet, als den Studenten verrathen hätte, dies mochte wohl ſchon Aufmerkſamkeit erre⸗ gen, aber mehr als dies Alles waren es ein Paar duͤſter gluͤhende Augen, die argwoͤhniſch unter koh⸗ lenſchwarzen Augenbraunen lauerten, wie ein Paar Banditen in den dunkeln Straßen Venedigs, ein glänzend⸗ſchwarzes, in Wellen auf die Schultern flie⸗ ßendes Haar, und eine faſt fremdartige Geſichtsbil⸗ dung, dieſes war es, was Schmerzing's Blicke auf ihn zog, die ihn bis uͤber den Huͤgel hin verfolgten. Als er wieder in die Stube trat, hatte ſich die Maſſe in zwei Partheien getheilt, wovon die eine eben im Begriff war, ein anderes Zimmer zu beziehen. Gol⸗ ding ſtuͤrzte aus dem Zimmer, erhitzt und mit fun⸗ kelnden Augen.„Wohin? fragte Schmerzing theil⸗ nehmend. 6
„Pinaus in's Freie!/ war die Antwort;„hier iſt meines Bleibens nicht länger, mein Blut wallt ſiedend⸗heiß, meine Phantaſie ſpringt kuͤhn von grel⸗ len zu den grellſten Bildern. Komm mit mir, daß ich meine Gluth etwas an deiner Sette abkuͤhle. Alle dieſe Menſchen kommen mir jetzt wie die aͤrgſten Gri⸗ maſſen vor. Tauſende von dieſen Kerlen kann ein Augenblick dahin raffen, und die Welt hat Nichts an


