Teil eines Werkes 
2. Theil (1856)
Entstehung
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kirche mit ihm gegangen und dort wurdet Ihr ja copulirt.

Werft das Weib hinaus! herrſchte der König.

Das Kind hat vor Angſt und Schrecken alles Gedächtniß verloren. Das arme Weibchen wird mir drauf gehen. Beſinne Dich doch, Fanny! pelverte die Frau Eliſabeth unter den Händen der Gardiſten.

Hinaus mit ihr! rief der König mit Löwen⸗ ſtimme.

Eher laß ich mich zerreißen, als von meinem Kinde bringen. Der Schwarzkünſtler hat mir die Fanny verhert, den der Kapitän Norcroß mit auf dem Schiffe gehabt. Mein Kind hat keinen Verſtand mehr. Ihre Ausſagen gelten nichts. Laßt mich los, ihr un⸗ geſchlachten Bärenhäuter! Laßt mich frei, ihr Schlin⸗ gel, oder ich kratze Euch die Augen aus. O weh mein Arm! Ihr reißt mir die Glieder aus, Ihr Unmen⸗ ſchen! O mein Kind, mein Kind! Samuel! Sa⸗ muel, Du läßt mir Gewalt anthun? Du elender Mann, Du Schandbalg, leideſt, daß man Deinem rechtſchaffnen Weibe alſo ſchimpflich begegne? Meine Fanny, Fanny! Ihre kreiſchende Stimme verhallte in den Vorſälen, durch welche ſie von den unbarmherzigen Soldaten geſchleppt wurde.

Samuel zitterte wieder wie Espenlaub, ſeine Lip⸗ pen wurden abermals von convulſiviſchen Zuckungen heimgeſucht, doch wagte er diesmal nicht zu ſprechen. Die grimmigen Geſichter und noch grimmigern Schwer⸗ ter der Gardiſten vor ihm hatten eine noch niederſchla⸗ gendere Kraft als die Stimme ſeiner Frau eine auf⸗ regende für ihn hatte.

Seid Ihr wirklich in der Kirche Nachts mit je⸗ nem Manne, in der Zeit, während welcher er ſich in Euerer Eltern Hauſe aufhielt, durch eines Prieſters