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Redeſchwung, deſſen ich nur fähig war, an das Herz zu legen. Ich ſchmeichelte, ſeufzte, ſchwor, bat und beging tauſend Tollheiten, um auf ihr Herz Eindruck zu machen; doch ſie hörte Alles, was ich ſagte, an, ohne die geringſte Bewegung zu verrathen, und, ehe ſie ſich ernſtlich ausſprechen konnte, traten andere Leute in das Zimmer. Nach dem Thee wurden, wie gewöhnlich, die Karten herbeigebracht, und mein gutes Glück gab mir Melinda zur Spiel⸗ genoſfin: denn, anſiatt zu verlieren, gewann ich fünf Guineen. Bald wurde ich mit vielen vornehmen Leuten bekannt, und verbrachte meine Zeit in den durch die Mode geheiligten Unter⸗ haltungsplätzen der Stadt, als Theater, Opern, Maskenbällen, Abendgeſellſchaften, Aſſembleen und Marionettenſpielen; meiſtens in Geſellſchaft mit Melinda, um deren Gunſt ich mit derjenigen, zur Entſcheidung drängenden, Heftigkeit und geiſtigen Gewandt⸗ heit buhlte, wozu ich durch meine geringen Ausſichten angefeuert, und durch meine Erziehung berechtigt ward. Ich ſchonte weder mich noch mein Geld, um ihre Eitelkeit und ihren Stolz zu be⸗ friedigen. Meine Nebenbuhler wurden eingeſchüchtert, ja, ſogar ausgeſtochen, und bei Allem dem begann ich dennoch zu fürchten, der Gegenſtand meiner Anbetung möchte kein Herz zu verlieren haben. Endlich ſah ich mich nicht mehr im Stande, die Ausgaben für dieſe Liebſchaft länger zu ertragen, und beſchloß deshalb die Sache zu einer Entſcheidung zu bringen. Als wir nämlich eines Abends bei einander ſaßen, beklagte ich mich über ihre Gleichgül⸗ tigkeit, beſchrieb die Qualen der Ungewißheit, unter welchen ein liebekrankes Herz leide, und drang mit ſolchem Ernſte in ſie, mir ihre Geſinnungen gegen mich und über meinen Heirathsantrag zu enthüllen, daß ihr trotz aller ihrer Ränke kein Ausweg mehr übrig blieb, ſondern ſie ſich genöthigt ſah, es zu einer Erklärung kommen zu laſſen. Sie ſagte mir daher mit ſorglofer Miene, ſie habe gegen meine Perſon Nichts einzuwenden, und, wenn ich ihre Mutter in ſonſtiger Hinſicht zufrieden ſtellen könne, ſo ſolle ich ſie


