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nicht wenig in Angſt gerieth; namentlich ſetzte mich derjenige Theil ſeines Schreibens in Unruhe, worin er auf ſein von meiner Dame erhaltenes Eheverſprechen ſich berief, ein Umſtand, den ich mit ihrem geſunden Menſchenverſtande und Scharfſinne nicht zuſammen zu reimen vermochte. Indeſſen durfte ich auf keine Weiſe die Aus⸗ forderung ablehnen, da der günſtige Erfolg meiner Bewerbungen großentheils von meinem Benehmen in dieſer Ehrenſache abhing. Ich lud deßhalb ungeſäumt meine Piſtolen, und begab mich in einer Miethkutſche auf den bezeichneten platz, wo ich einen langen hageren Mann mit ſtrengen und harten Geſichtszügen und einem ſchwarzen buſchigten Barte antraf. Er ging einſam auf und ab, und hatte ſich in einen ſchäbigen großen Rock eingehüllt, über welchen ſein in einen ledernen Zopf geſtecktes Haar herabhing. Sein Kopf bedeckte ein ſchmieriger und mit abgebleichten Treſſen gezierter Hut. Als er mich herankommen ſah, zog er eine Piſtole aus dem Buſen, zielte auf mich und drückte ab, ohne weitere Vorrede. Ueber dieſen rauhen Gruß ſtutzig, ſtand ich ſtill, und feuerte, ehe er ſein zweites Stück anlegen konnte, mit einer der meinigen nach ihm, ohne ihn jedoch zu verletzen. Jetzt war er mit ſeiner zweiten fertig, die in der Pfanne blitzte, ohne loszu⸗ gehen. Hierauf rief er mit ächtem Tipperarv⸗Accente:„Feuer weg, Bruder!“ und begann mit großer Kaltblütigkeit ſeinen Stein zu klopfen. Doch ich war feſt entſchloſſen, den Vortheil, welchen das Schickſal mir über ihn gegeben hatte, zu benutzen, und ſchritt deßhalb auf ihn zu, ohne mein Feuer wegzuwerfen, ihn auffor⸗ dernd, entweder um ſein Leben zu bitten, oder ſich auf die Reiſe in das Jenſeits vorzubereiten. Doch der hartnäckige Irländer wies dieſe Erniedrigung zurück, und veklagte ſich bitter darüber, daß ich meinen Standort verlaſſen, ehe er meinen Schuß habe er⸗ wiedern können, indem er verlangte, ich ſolle an meinen Platz zurückgehen, und ihm gleiche Vortheile mit mir einräumen. Ich ſuchte ihn zu überzeugen, daß ich ihm bereits einen doppelten


