Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Vortheil eingeräumt habe, und es nun an mir ſey, ihn von einem dritten Schuſſe abzuhalten. Weil ich jedoch jetzt eine günſtige Gelegenheit dazu hatte, ſo verlangte ich zugleich eine Unterredung mit ihm, und wünſchte zu wiſſen, wer er ſey und was ihn be⸗ wogen, mich herauszufordern, da ich nach meinem beſten Wiſſen ihm niemals ein Unrecht zugefügt, noch ihn überhaupt vorher je geſehen habe. Hierauf ſagte er mir, er ſey ein Gentleman, der ein ſchönes Vermögen gehabt, und es aufgebraucht habe; und, da er gehört, Melinda ſey eine Partie von zehntauſend Pfunden, ſo ſey ihm der Plan zu Kopfe geſtiegen, ſich zum Herrn dieſer Summe durch Verheirathung mit ihr zu machen. Er ſey darum entſchloſſen, Jedem, der zwiſchen ihn und ſeinen Hoffnungen ſich ſtelle, den Hals zu brechen.

Hierauf frug ich ihn, worauf er feine Hoffnungen begründe; denn, nun ich ſeiner anſichtig geworden, müſſe ich mich mehr und mehr über das Eheverſprechen wundern, und wünſche deßhalb, dieſes Dunkel mir aufgehellt zu ſehen. Er gab mir zu verſtehen, daß er ſich ganz auf ſeine Geburt und ſein perſönliches Verdienſt dabei verlaſſe; er habe öfters an Melinda geſchrieben, und ihr ſeine Anſprüche und Rechte auseinander geſetzt, ſie habe ihn aber niemals mit einer Antwort beglückt, oder ihn nur vor ſich ge⸗ laſſen. Das in ſeinem Schreiben erwähnte Verſprechen rühre von ſeinem Freunde Herrn Gahagan her, der ihn verſichert, kein weib⸗ liches Herz könne einem Manne von ſeinem Ausſehen widerſtehen. Ich konnte mich eines Lachens bei der Einfalt meines Nebenbuh⸗ lers nicht enthalten, der jedoch meinen Scherz durchaus nicht ver⸗ ſtehen wollte, ſondern im Gegentheile ein ſehr ernſthaftes Geſicht dazu machte, worauf ich ihn zu beſchwichtigen ſuchte, indem ich ihm mein Ehrenwort gab, daß ich weit entfernt, ſeinen Bewer⸗ bungen um das Fräulein im Wege ſtehen zu wollen, ſeine Perſon ihr in dem günſtigſten Lichte, ſo weit es nämlich mit der Wahr⸗ heit ſich vertrüge, zu ſchildern mich verpflichte. Jedoch dürfe er,