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entgegen ſcholl. Hierauf ſteckte ich meinen Kopf hinein, und was erblickte ich! Herr Medlar tanzte ohne Perrücke mitten unter zehn oder zwölf zerlumpten Gaſſendirnen, die ſich auf ſeine Unkoſten luſtig machten. Aber meiner Tren! Herr Medlar! Ihr ſolltet Eure Geſundheit nicht zum Opfer Eures gemüthlichen Sinnes hingeben. Bedenkt, Ihr werdet von Tag zu Tag älter! Darum tragt Sorge für Eure Geſundheit, die durch ſolche nächtliche Or⸗ gien gewiß Noth leiden muß.“
Hier konnte der alte Sauertopf ſich nimmer bezwingen, und ſchrie mit heftiger Stimme:„Es iſt allgemein anerkannt, daß Eure Zunge Niemand mehr begeifern kann.“
„Ich danke Euch,“ ſprach hierauf der Andere;„Ihr hättet Euch dieſe Bemerkung erſparen können, da Ihr ſehr gut wiſſen müßt, daß meine Zunge Euch öfter ſehr gute Dienſte geleiſtet hat. Ihr werdet Euch noch erinnern, daß damals, als Ihr Euch um die feite Wittwe, welche in Islington eine Schenke hielt, bewar⸗ bet, das Gerücht ging, um Eure Eigenſchaſt als Mann ſtehe es ſehr ſchlecht, weßhalb Ihr, als daſſelbe zu den Ohren Eurer Dame gelangte, ſogleich den Abſchied erhieltet. Ich aber brachte, indem ich Ihr die Verſicherung gab, Ihr laſſet auf dem Lande drei Baſtardkinder, als Zeugen Eurer Kraft, erziehen, dadurch eine Ausſöhnung zu wege. Auf welche Weiſe Ihr nun ſpäter Eure eigene Sache verdarbet, kann ich hier nicht erzählen, da es weder in meinem Berufe, noch in meiner Neigung liegt.“
Dieſe Anekdote, welche lediglich auf Banters eigener Erfin⸗ dung beruhte, verſchaffte Jedermann in der Geſellſchaft höchlichen Genuß, und erbitterte Herrn Medlar über alle Beſchreibung, ſo daß er in mächtigem Zorne aufſprang, und, indem er vergaß, daß ſein Mund voll ſey, die ihm Zunächſifitzenden beſpritzte, wäh⸗ rend er ſeinem Zorne in einem Hagel von Flüchen Luft machte, Bantern einen gemeinen Bengel, einen unverſchämten Maulaffen hieß, und noch hundert ähnliche Beinamen gab, mit der Erklärung


