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wirrung zu verbergen, ihn unterbrach, und auf die Welt wegen ihres Neides und gemeinen Neugierde loszog, in Folge deren kein ehrlicher Mann mehr unbeläſtigt leben könne. Er nahm von die⸗ ſer Anrede keine Kenntniß, ſondern fuhr fort:„Was mich anbe⸗ langt, ſo weiß ich weder, noch wünſche ich zu wiſſen, wer oder was Ihr ſeyd. Doch bin ich davon überzeugt, daß wenige Men⸗ ſchen aus ihrer Herkunft oder Lage ein Geheimniß machen, wenn ſie irgendwie auf beide ſtolz ſeyn dürfen; und meine eigene An⸗ ſicht von der Sache iſt die, daß Ihr Euch durch Eure Induſtrie aus einer niedrigen Lage zu Euern jetzigen Verhältniſſen empor⸗ geſchwungen habt, und dieſelben durch einen Heirathsplan zu be⸗ haupten ſuchet.“ Hier richtete er feſt ſeine Blicke auf mich, und ſagte mir, als er mich erröthen ſah, nun ſey er ſeiner Meinung gewiß. „Seht Ihr, mein lieber Random!“ ſprach er,„ich habe Euern Plan errathen, und hege die Ueberzeugung, daß er niemals ge⸗ lingen werde. Ihr ſeyd zu ehrlich, und kennt die Stadt zu wenig, um die für Eure Abſichten nothwendigen Ränke auszuüben, und die gegen Euch angezettelten Verſchwörungen zu vereiteln. Ueber⸗ dieß ſeyd Ihr, offen geſtanden, noch blöde— was Teufel! Ihr wollt den Glücksritter ſpielen, ehe Ihr das Gefühl der Scham bemeiſtert habt? Vielleicht berechtigt Euch Euer Verdienſt, und ich glaube es aufrichtig, nach einer reicheren und beſſeren Gattin, als Melinda iſt, zu ſtreben. Nehmet aber mein Wort darauf, ſie iſt auf dieſe Weiſe nicht zu gewinnen, und ſolltet Ihr auch ſo glücklich ſeyn, ſie heimzuführen, ſo könnt Ihr— es bleibe unter uns— mit Tregue ſprechen:„Bei meiner Seligkeit! ich habe einen Verluſt gewonnen!“ Sie würde trefflich dafür Sorge tra⸗ gen, in einem Augenblick Ihr Vermögen zu verſchleudern, und Euch in Kurzem durch ihre Ausſchweifungen die Schwindſucht an den Hals zu ärgern.“ Seine Rede ſetzte mich, während ich den unziemlichen Ton derſelben fühlte, in Unruhe, und ich legte iym mein Mißfallen Smollet's Romane MI. 11


