Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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keit auf der Straße zu ſchirmen. Sie wies jedoch mein Anerbieten in beſtimmtem Tone zurück, und drückte ihr Bedauern darüber aus, daß es keinen leeren Sitz für mich im Wagen gebe.

Am Nachmittage des folgenden Tages machte ich in Beglei⸗ tung Chatters, nach vorgängiger Erlaubniß, ihr meine Aufwartung, und wurde von ihrer Mutter, bei der ſie lebte, ſehr höflich em⸗ pfangen. Es waren viele anſtändig gekleidete Leute zugegen, na⸗ mentlich junge Männer, und ſogleich nach dem Thee wurden ein Paar Spieltiſche aufgeſtellt, an deren einem ich die Ehre hatte, mit Melinda zu ſpielen, welche in weniger, als drei Stunden, mir acht Guineen abgenommen hatte. Ich war gar nicht unzu⸗ frieden damit, etwas Geld mit Anſtand zu verlieren, damit ich Gelegenheit bekäme, ihr unterdeſſen Artigkeiten zu ſagen, welche im Gefolge der Glücksgöttin am willkommenſten ſind. Allein die Redlichkeit ihres Spiels ſtellte mich keineswegs zufrieden, ein Um⸗ ſtand, der mich nicht wenig zurückſchreckte, und meiner guten Mei⸗ nung von ihrer Uneigennützigkeit und ihrem Zartgefühle gewaltigen Eintrag that. Doch entſchloß ich mich, aus dieſem Betragen Vor⸗ theil zu ziehen, und ſie meinerſeits weniger umſtändlich zu behan⸗ deln. Demzufolge rückte ich ihr hart auf den Leib, und machte ihr, da ich ſah, daß ſie an dem ſtarken Weihrauch, den ich ihr ſtreute, großen Gefallen fand, in derſelben Nacht noch eine förm⸗ liche Liebeserklärung. Sie nahm meine Bewerbungen mit großer Heiterkeit auf, und wollte ſie hinwegſcherzen; zugleich aber behan⸗ delte ſie mich mit ſo auffallender Zuvorkommenheit, daß ich über⸗ zeugt war, an ihr eine Eroberung gemacht zu haben, und mich für den glücklichſten Mann unter der Sonne hielt. Im Hochgefühl dieſer ſchmeichelnden Bilder meiner Zukunft ſetzte ich mich nach dem Abendeſſen noch einmal zum Kartenſpiele nieder, und ließ mich, in der fröhlichſten Laune, noch um weitere zehn Guineen ärmer machen.

Erſt ſpät verabſchiedete ich mich, nachdem ich mit einer allge⸗