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letzten neunzehn und einer halben Stunde zu ſehen! denn ſo viel ungefähr mag es betragen, die Minuten kann ich nicht beſtimmt angeben.—„Nicht?“ ſprach er,„denn bitte ich Euch, ſogleich nach dem Eſſen in ſeine Wohnung zu gehen und nachzuſehen, wie es mit ihm ſteht, dann er muß ſehr unwohl ſeyn, da er vergangene Nacht eine ſo große Menge roher Auſtern gegeſſen hat.“ Der biſ⸗ ſige Herr hatte wegen ſeiner feierlichen Haltung etwas ganz Wich⸗ tiges erwartet, und vernahm kaum ſeinen Schluß, als er zornig auſſtand und mit den Worten:„Pah! Pahl hol' Euch der Henker mit Euern Auſtern!“ davon ging, nachdem er mir mit einem „Ihr Diener, mein Herr!“ eine kurze Verbeugung gemacht hatte Der Doelor erhob ſich ebenfalls und ſagte:„Ich verſichere und be⸗ theure auf meine Ehre! ich bin wirklich erſtaunt;“ zugleich folgte er Herrn Mevlar an den in der Nähe befindlichen Schenktiſch, wo derſelbe ſeinen Caffee bezahlte. Dort flüſterte er ſo laut, daß ich es hören konnte:„Bitte, wer iſt der Herr?“ Sein Freund gab haſtig zu Antwort:„Vorhin würdet Ihr dieß erfahren haben, wem Ihr Euch nicht ſo unverſchämterweiſe eingedrungen hättet, wie Mäuſekoth unter den Pfeffer,“ und ging ſehr ärgerlich hinweg. Der umſtändliche Doctor kehrte ſogleich zurück, ſetzte ſich zu mir hin und bat mich tauſendmal um Vergebung, daß er mich verlaſſen habe. Zugleich gab er mir zu verſtehen, dasjenige, was er mit Herrn Medlar am Schenktiſche verhandelt habe, ſey eine höchſi wichtige Sache geweſen, die ſich mit einem Aufſchub nicht vertragen hätte. Dann beſtellte er etwas Kaffee, und brach in eine Lobrede auf dieſe Bohne aus, die nach ſeiner Behauptung in kalten phlegmatiſchen Conſtitutivnen, wie die ſeinige ſey, die überflüſſige Feuchtigkeit austrockne und die erſchlafften Nerven ſtärke. Er theilte mir ferner mit, dieſes Gewächs ſey den Alten ganz unbekannt geweſen, und leitete ſeinen Namen von einem arabiſchen Worte ab, das ich an Klang und Endung leicht dafür erkennen könne. Von hier über⸗ trug er ſeine Unterſuchungen auf das Wort trinken, welches ſeiner


