wünſchte Wirkung auf meinen Gegner, der mit einiger Verwirrung ſich fortſchlich, und ſeinem Freunde einen Bericht von ſeinem Em⸗ pfange machte.
Als dieſe Geſchichte unter der Bedientenwelt ruchbar ward, ſo verſchaffte ſie mir den Beinamen des Ritter John, mit dem mich ſogar meine Gebieterin und Narciſſa beehrten, welche die ganze Geſchichte von dem Kammermädchen vernommen hatten. Auch gaben mir die holden Nebenbuhlerinnen ihre Neigung auf jede mögliche Weiſe zu erkennen. Die Köchin ließ mir ausge⸗ ſuchte Biſſen zukommen, und die Milchmagd die beſte Milch. Die Erſte pflegte mich öfters aufzumuntern, indem ſie mir über meinen Muth und meine Gelehrſamkeit Complimente machte, und dabei bemerkte, wenn ſie ſo einen Mann, wie ich einer ſey, hätte, um Ordnung zu halten und Rechnungen zu führen, ſo wäre ſie im Stande, ein ſchönes Geld zuſammenzubringen. Sie würde mir in London für Herrendiener einen Koſttiſch halten. Die Zweite buhlte um meine Gunſt dadurch, daß ſie ihre eigene Wichtigkeit herausſtrich, und mir ſagte, mancher vermögliche Landmann in der Nachbarſchaft möchte ſie gerne heirathen: allein, ſie ſey ent⸗ ſchloſſen, bei der Wahl ihres Herzens den Ausſprüchen ihres Auges zu folgen. Dann brach ſie in das Lob meiner eigenen Perſon aus, und bemerkte, gewiß würde ich einen guten Ehemann abge⸗ ben, denn ich ſey außerordenklich gutmüthig. Die Zudringlichkeit vieſer verliebten Weiber wurde mir nach und nach läſtig, wenn ich gleich zu einer andern Zeit vielleicht, ohne die läſtige Zugabe der Ehe, ſie erhört haben würde. Jetzt aber war mein ganzes In⸗ neres voll von Narciſſa, und ich wies jeden Gedanken zurück, der meiner Leivenſchaft für ſie Abbruch gethan haben würde.


