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heiligen Geiſts befehle ich Euch, wenn Ihr der Satan ſeyd, Euch in das rothe Meer zu begeben! falls Ihr aber ein Gemordeter ſeyd, ſo ſprecht, damit⸗ihr ein chrißtliches Begräbniß erhaltet.“
Da ich nicht in der Lage war, ihm eine befriedigende Ant⸗ wort hierüber zu geben, ſo wiederholte er ſeine Beſchwörung ohne Erfolg; und ſie ſtanden noch eine Zeit lang Todesangſt aus. End⸗ lich ſchlug der Vater vor, der Sohn ſollte näher kommen und die Erſcheinung einer genaueren Unterſuchung unterwerfen. Dick jedoch war der Anſicht, ſein Vater ſolle zuerſt darauf losgehen, da er als ein alter Mann ſeine Pflicht gethan habe, und, falls ihm ein Unglück zuſtöße, der Verluſt geringer ſeyn würde; wäh⸗ rend er ſelbſt entkommen und noch Kinder erzeugen könne. Dieſer kluge Einwand that keine Wirkung bei dem Alten, der immer noch Dick zwiſchen mir und ſich behielt.
Unterdeſſen verſuchte ich es, als Nothzeichen eine Hand auf⸗ zuheben; allein ich hatte nur ſo viel Kräfte, um unter dem Stroh ein Raſſeln zu verurſachen, das jedoch den jungen Bauer ſo außer Faſſung brachte, daß er zur Thüre hinausſprang und auf der Flucht ſeinen Vater über den Haufen warf. Der alte Mann wollte mit dem Aufſtehen keine Zeit verlieren, ſondern kroch eilig wie ein Krebs rückwärts, bis er die Schwelle erreicht hatte, in⸗ dem er unterwegs lauter Beſchwörungen murmelte. Mein Kum⸗ mer, durch die Unwiſſenheit und Feigheit dieſer Bauern in Todes⸗ gefahr zu kommen, war außerordentlich groß; und ich fühlte mein Leben allmählig dahin ſchwinden, als ein altes Weib in Beglei⸗ tung der zwei Flüchtlinge die Scheune betrat, und mit großer Unerſchrockenheit auf die Stelle, wo ich lag, zugehend, ſagte: „Iſt es der Teufel, ſo fürchte ich ihn nicht, und ein Todter kann uns nichts Leides thun.“
Als ſie meine Lage ſah, ſo rief ſie:„Hier iſt kein Teufel, ſondern in euren Narrenköpfen. Hier iſt ein armer unglücklicher Mann, der ſich zu Tode verblutet, und wenn er ſtirbt, ſo müſſen


