Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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der mich aller Beſinnung beraubte, zu Boden geſchlagen worden

wäre. In dieſer kläglichen Lage blieb ich eine Zeit lang, ausgeſetzt der Wuth eines rachedürſtenden Unmenſchen, und der Habgier einer gefühlloſen Schiffsmannſchaſt. Ob in dieſem meinem bewußtloſen Zuſtande unter ihnen ein Streit entſtand, kann ich nicht beſtimmt behaupten; aber in einem Punkte ſchienen ſie einig geweſen, und mit gleicher Gewandtheit und Eilfertigkeit verfahren zu ſeyn: denn als ich wieder zum Bewußtſeyn kam, fand ich mich an einem einſamen FPlatze, meiner Kleider, meines Geldes, meiner Uhr, meiner Schnallen und meiner ganzen Habe beraubt, Schuhe, Strümpfe, Hoſen und Hemd ausgenommen. Wie ſchrecklich mußte dieſe Entdeckung für mich ſeyn, der eine Stunde zuvor noch über ein Eigenthum von ſechszig Guineen zu verfügen hatte! Ich ver⸗

fluchte die Stunde meiner Geburt, die Eltern, welche mir das Da⸗

ſeyn gaben, die See, daß ſie mich nicht verſchlang, den feindlichen Dolch, daß er den Weg zu meinem Herzen nicht gefunden, die Schurkerei derjenigen, welche mich in dieſer erbärmlichen Lage zurückgelaſſen hatten; und beſchloß in einem Anfalle von Ver⸗ zweiflung, liegen zu bleiben, wo ich ſey, und da umzukommen.

Achtunddreißigſtes Kapitel.

Ich raffe mich auf und krieche in eine Scheune, wo ich in Gefahr ſchwebe,

durch die aberglaͤubiſche Furcht des Landvolks das Leben zu verlieren; ihre Unmenſchlichkeit; eine beruͤchtigte Here unterſtützt mich; ihre Ge⸗ ſchichte, ihr Rath; ſie empfiehlt mich als Bedienten einer fuͤr ſich leben⸗ den Frau, deren Charakter ſie mir ſchildert.

Allein in dieſer Stellung kühlte ſich meine Leidenſchaft all⸗ mählig. Ich betrachtete meine Lage in einem ganz anderen Lichte, als Anfangs; und das Ergebniß meiner Betrachtungen beſtand