Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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drei Uhr Morgens aber erhielt das Schiff einen Stoß, und blieb auf einer Sandbank feſt ſitzen. Dieſes Ereigniß brachte die ganze Schiffsmannſchaft in Allarm; das Bvot wurde ſogleich herausge⸗ wunden.

Da wir indeſſen die Richtung des Ufers nicht zu unterſchei⸗ den vermochten, ſo mußten wir bis Tagesanbruch warten. Mitt⸗ lerweile nahm der Wind an Heſtigkeit zu, und die Wogen ſchlu⸗ gen ſo ſtark an die Corvette, daß wir glaubten, ſie werde in Stücken auseinander gehen. Der Conſtabel wurde nun freige⸗ laſſen, und ſein Rath verlangt, welchen er dem Capitän dahin gab, man ſolle den Maſt kappen, um das Schiff leichter zu ma⸗ chen. Dieß wurde ohne Erfolg verſucht.

Als die Matroſen den verzweifelten Zuſtand der Dinge ſahen, ſo brachen ſie ihrer Gewohnheit gemäß die den Offieieren angehö⸗ rigen Kiſten auf, zogen deren Kleider an, tranken ihren Vorrath an geiſtiger Flüſſigkeit, ohne viele Umſtände zu machen. Trun⸗ kenheit, Tumult und Verwirrung waren die Wirkung hievon.

Mitten unter dieſem Aufruhr begab ich mich in den Schiffs⸗ raum hinunter, um meine Effekten in Sicherheit zu bringen. Dort ſah ich den Schiffszimmermannsmaat des Proviantmeiſters Cajüte mit ſeiner Axt aufbrechen, wobei er mit großer Ruhe pfiff. Als ich ihn um ſeine Abſicht bei dieſem Geſchäfte frug, ſo erwiederte er ganz gelaſſen:„Ich will blos des Proviantmeiſters Rum ver⸗ ſuchen; das iſt Alles, was ich will, Herr!“ In dieſem Augen⸗ blick kam der Proviantmeiſter herab, beklagte ſich, als er ſah, daß alle ſeine Effekten zu Grunde gingen, bitterlich über die Un⸗ gerechtigkeit, welche ihm widerfahren, und frug den ungebetenen Gaſt, wozu denn in aller Welt er Getränke nöthig hätte, da er aller Wahrſcheinlichkeit nach binnen wenigen Minuten in der Ewig⸗ keit ſich befinden würde.

„Das iſt all' Eins,“—— der Räuber„laßt uns leben, ſo lange wir können!“