Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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dazu, worauf er betheuerte, niemals ſeine Freunde vergeſſen zu wollen. Gegen Morgen begaben wir uns zur Ruhe.

Am darauf folgenden Tage begleitete er mich in das Schiff, wo Herr Brayl ihn über Mittag bewirthete. Nachdem wir den Nachmittag miteinander verbracht hatten, ſo nahm er Abends von uns Abſchied, und drang mir noch zehn Piſtolen, als einen ſchwa⸗ chen Beweis ſeiner Freundſchaft für mich, auf. Kurz wir ſahen, ſo lange wir hier verweilten, täglich einander, wir aßen gewöhn⸗ lich an demſelben Tiſche, der von ihm mit allen Arten Federvieh, Fleiſchſpeiſen, Pomeranzen, Citronen, Leckereien, Ananas, Ma⸗ deirawein und trefflichem Rum reichlich verſehen ward, ſo daß ich in dieſen zehn Tagen faſt die angenehmſte Zeit meines Lebens verbrachte.

Endlich kam der— an, und da meine Patienten ſo weit hergeſtellt waren, um ihre Pflichten wieder antreten zu können, ſo wurden ſie nach dem Bord des Schiffes beordert, wo ich von Herrn Tomlins hörte, es ſey zwiſchen dem Lieutenant und ihm eine Spannung eingetreten. Der verläumderiſche Schuft habe nämlich die Gelegenheit meiner Abweſenheit ergriffen, um des Capitäns Ohren mit tauſend ehrenrührigen Geſchichten zu meinem Nachtheile vollzufüllen. Unter Anderm habe er behauptet, ich ſey einmal wegen Diebſtahls deportirt worden, und ſo lange ich mich auf dem Kriegsſchiffe Thunder befunden habe, ſey ich wegen deſſel⸗ ben Verbrechens gepeitſcht worden. Da der Doctor andrerſeits meine ganze Geſchichte aus meinem eignen Munde vernommen

hatte, ſo vertheidigte er mich nachdrücklich, und erzählte, dem Zuge ſeiner Gutmüthigkeit folgend, Alles, was Crampley's Bos⸗ heit gegen mich verſucht hatte, ſo lange ich mich am Bord jenes Schiffes befand.

Dieſe Angaben überzeugten den Capitän nicht nur von mei⸗ ner Unſchuld, ſondern machten auch den Lieutenant zu einem, nicht weniger heftigen, Feinde meines Beſchützers. Dieſes teuf⸗