Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Herrn empfahl, bei dem ich ſeitdem als Arzt und Aufſeher über ſeine Pflanzungen gelebt habe. Er und ſeine Frau befinden ſich gegenwärtig zu Kingſton, ſo daß ich jetzt Herr in dieſem Hauſe bin, wo ich Euch von ganzer Seele willkommen heiße, und mich der Hoffnung hingebe, Ihr werdet mir für dieſe Nacht das Ver⸗ gnügen eurer Geſellſchaft ſchenken.“

Es bedurfte keiner zweiten Einladung. Wir konnten jedoch Herrn Brayl, der ein tüchtiger und thätiger Offizier war, nicht überreden, außerhalb des Schiffes zu ſchlafen. Indeſſen ſpeiste er mit uns zu Nacht, und machte ſich, nachdem er ein herzliches Glas getrunken hatte, auf den Weg nach dem Schiffe, das nicht über drei Meilen von dem Platze entfernt lag, in Begleitung zweier handfeſter Neger, welche von Herrn Thompſon dazu beor⸗ dert waren. Nie waren zwei Freunde glücklicher bei einander, als wir. Ich erzählte ihm die Ereigniſſe unſers Angriffes auf Carthagena, wovon er nur einen unvollſtändigen Bericht vernom⸗ men hatte. Er ſeinerſeits theilte mir jeden einzelnen Umſtand ſeines Lebens ſeit unſerer Trennung mit. Er gab mir die Ver⸗ ſicherung, nur ſehr ſchwer habe er dem Verlangen widerſtehen können, einen Gang nach Port Royal hinab zu machen, um Mor⸗ gan und mich zu beſuchen, da er von uns ſeit dem Tage unſerer Trennung Nichts mehr gehört habe; es habe ihn aber die Be⸗ ſorgniß, als Ausreißer behandelt zu werden, davon abgehalten. Er ſagte mir, als er meine Stimme vernommen habe, ſo ſey er faſt eben ſo überraſcht geweſen, als ich über ſeinen Anblick nachher. Zugleich theilte er mir unter dem Siegel der Freundſchaft mit, er ſey in die einzige Tochter ſeines Herrn ſterblich verliebt. Das Mädchen ſey ſehr liebenswürdig und habe ſeine Anträge nicht ver⸗ ſchmäht. Auch ſey er bei ihren Aeltern ſehr beliebt, und habe die größte Hoffnung, die Einwilligung derſelben zu ihrer beiderſeitigen Verbindung zu erhalteu, ein Umſtand, der ihn auf einmal von der Welt unabhängig machen würde. Ich wünſchte ihm Glück