nun, nichts mehr und nichts weniger, als ein Haufen Erde, Gott ſtehe mir bei!“ und, wegen der Verzerrung meines Geſichts, be⸗ merkte, ich müſſe einen harten Kampf gehabt haben.
Ich hätte mich nicht länger halten können, als er ſich an⸗ ſchickte, mir die letzten Pflichten eines Freundes zu erweiſen, und mir Augen und Mund ſchloß, worauf ich plötzlich nach ſeinen Fingern ſchnappte, und ihn dadurch ſo außer Faſſung brachte, daß er zurückprallte, bleich wie Aſche wurde und wie der Schrecken ſelbſt ausſah. Uugeachtet ich mich eines Lachens über ſeinen An⸗ blick nicht enthalten konnte, ſo kümmerte mich doch die Lage ſeines Innern; ich ſtreckte daher die Hand aus und ſagte: ich hoffe, noch länger zu leben, und manchen Salmagundy, von ſeiner Hand be⸗ reitet, in England zu verſpeiſen. Es währte eine Zeit lang, bis er ſich wieder ſo weit ſammeln konnte, um meinen Puls zu füh⸗ len, und nach den einzelnen Umſtänden meiner Krankheit zu fra⸗ gen. Als er aber fand, ich habe eine günſtige Criſis beſtanden, ſo wünſchte er mir Glück, und verfehlte nicht, es nächſt Gott dem, bei ſeinem letzten Beſuche mir auf den Rücken gelegten FPflaſter zuzuſchreiben. Dies müſſe, ſagte er nebenbei, nun entfernt und ein Verband angelegt werden. Er ſtand wirklich im Begriffe, Bandagen zu holen, als ich mit verſtelltem Erſtaunen ſagte:„Ge⸗ ſegne mich Gott! gewiß legtet Ihr mir kein Pflaſter auf! ich ver⸗ ſichere Euch, es befindet ſich Nichts auf meinem Rücken.“
Doch er konnte die Sache nicht glauben, bis er den Ort un⸗ terſucht hatte. Es fiel ihm ſchwer, ſeine Beſtürzung zu verbergen, als er die Haut unverletzt und kein Pflaſter darauf fand. Um mich wegen der Mißachtung ſeiner Vorſchrift zu entſchuldigen, gab ich vor, ich ſey ohne Bewußtſeyn geweſen, als er es aufgelegt habe, und in einem Anfalle von Fieberwahnſinn müſſe es von mir abgeriſſen worden ſeyn. Dieſe Vertheidigung ſtellte meinen Freund zufrieden, der in dieſem Falle Vieles von ſeiner ſtarren Pünktlich⸗ keit nachließ.


