Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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der Hölle. Doch durfte ich nicht lange warten, denn bald wurde ich für meine Leiden durch einen reichlichen Schweiß entſchädigt, der, auf der ganzen Hautfläche hervorbrechend, mich binnen we⸗ niger als zwei Stunden von allen meinen Leiden bis auf eine ungemeine Mattigkeit befreite, und ſo hungrig wie ein Wolf zu⸗ rückließ.

Ich genoß eines ſehr erquicklichen Schlummers, und weidete mich nach dem Erwachen an dem Gedanken meines künftigen Glücks, als ich auf einmal Morgan in der Außenſeite des Vorhangs den Sergeanten fragen hörte, ob ich noch lebe?Leben! ſchrie die⸗ ſer,Gott verhüte, daß es anders ſich verhalte! er iſt dieſe fünf Stunden über ganz ruhig gelegen, und ich möchte ihn nicht ſtören, denn der Schlaf wird ihm ſehr wohl bekommen.

Ja! entgegnete mein College,er ſchläft ſo feſt, daß er nicht aufwachen wird bis zum letzten Poſaunenſchall Gott ſey ſeiner Seele gnädig! Er hat ſeine Schuld wie ein ehrlicher Mann bezahlt, jal und iſt jetzt frei von allen Verfolgungen, Unruhen und Leiden, von denen er, Gott weiß es und ich nicht minder, ſein gutes Theil bekam! O Cyriſte! O Chriſte! er war ein ſo viel verſprechender junger Mann!

Bei dieſen Worten ſeufzte er tief und kläglich, und fing ſo heftig zu weinen an, daß ich von ſeiner ächten Freundſchaft für mich dadurch den lebendigſten Beweis erhielt.

MWittlerweile war der Sergeant, den dieſe Rede bennruhigte, in den Verſchlag hereingekommen. Während er einen Blick auf mich warf, lächelte ich und gab ihm einen Wink; er errieth ſo⸗ gleich meine Abſicht und verhielt ſich ruhig, worauf Morgan noch mehr in ſeiner Meinung, ich ſey geſtorben, beſtärit wurde. Nun näherte er ſich mir mit Thränen in den Augen, um den Gegen⸗ ſtand ſeines Kummers noch einmal zu ſehen. Dadurch, daß ich meine Augen ſtarr hielt, und die untere Kinnlade herabhängen ließ, ſpielte ich den Todten ſo gut, daß er ſagte:Da liegt er