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nach der Natur meines Uebels, huftete ein wenig und ſprach dann wie folgt:
„Herr Random! es hat Gott in ſeiner unendlichen Barm⸗ herzigkeit gefallen, Euch mit einer ſchrecklichen Krankheit heimzu⸗ ſuchen, deren Ausgang Niemand bekannt iſt. Es iſt die Möglich⸗ keit vorhanden, daß Ihr geneſet und noch viele Tage auf Erden verlebet; allein der wahrſcheinlichere Fall iſt, daß Ihr in der Blüthe Eurer Jugend weggenommen werdet. Darum iſt es eine dringende Pflicht, Euch durch eine aufrichtige Reue Eurer Sün⸗ den darauf vorzubereiten. Davon könnt Ihr keinen größern Be⸗ weis geben, als durch ein freimüthiges Bekenntniß, das ich Euch beſchwöre, jetzt ohne allen Rückhalt oder geiſtigen Vorbehalt abzu⸗ legen. Habe ich mich dann von Eurer Aufrichtigkeit überzeugt, ſo will ich Euch den Lroſt ſpenden, welchen der Zuſtand Eurer Seele bedarf. Ohne Zweiſel habt Ihr Euch unzähliger Vergehen, denen die Jugend unterworfen iſt, ſchuldig gemacht, als da ſind Schwören, Trunkenheit, Hurerei und Ehebruch. Sagt mir deß⸗ halb ohne Rückhalt, was Ihr in den Stücken auf dem Herzen habet, namentlich in den beiden letzteren, damit ich mit dem wah⸗ ren Zuſtand Eures Gewiſſens bekannt werde; denn kein Arzt wird ſeinem Patienten Etwas verſchreiben, ohne das Weſen ſeines Uebels
zu kennen.“
Da ich mich vor dem Tode nicht fürchtete, ſo konnte ich mich nicht enthalten, über des Caplans zudringliche Fragen zu lächeln, indem ich ihm ſagte, er ſchmecke mehr nach der römiſchen als nach
der proteſtantiſchen Kirche, wenn er mir die Ohrenbeichte empfehle, eine Sache, die meiner Anſicht nach gar nicht zum Seelenheile noth⸗ wendig ſey, und die ich darum abweiſe. Dieſe Entgegnung brachte ihn ein wenig aus der Faſſung, indeſſen verbeſſerte er ſich dadurch, daß er gelehrte Unterſchiede zwiſchen unabweisbarer Nothwendig⸗ keit und bloßer Zulaſſung machte; hierauf fuhr er fort, mich zu fragen, welcher Religionspartei ich angehöre. Ich gab zur Ant⸗


