Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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verpflegt wurde. Hier lag ich und erquickte mich an der friſchen Luft, ungeachtet meine Krankheit um ſich griff und man endlich an meinem Leben verzweifelte. Doch gab ich die Hoffnung der Geneſung nie auf, wenn ich auch den Kummer hatte, von mei⸗ nem Lückenfenſter aus täglich ſechs oder ſieben, die an derſelben Krankheit ſtarben, über Bord geworfen zu ſehen.

Dieſes Selbſtvertrauen trug, ich bin es überzeugt, bedeutend zur Erhaltung meines Lebens bei, namentlich in Verbindung mit einem andern Entſchluſſe, den ich gleich Anfangs gefaßt hatte, nämlich jede Arznei zurückzuweiſen, da ſich mir immer mehr der Gedanke aufdrang, dieſelbe ſey ein Beförderungsmittel jener Krank⸗ heit, und bewirke die gänzliche Verderbniß der Lebensſäfte, an⸗ ſtatt der Fäulniß entgegenzuarbeiten.

Als darum mein Freund Morgan ſeinen ſchweißtreibenden Trank brachte, nahm ich ihn zwar in den Mund, allein nicht in der Abſicht, ihn hinunterzuſchlucken, ſondern, wenn er fort war, ſpie ich die Arznei wieder aus, und wuſch meinen Mund mit der Tiſane. Ich gab ſcheinbar meinen guten Willen zu erkennen, da⸗ mit ich durch eine Weigerung, welche ein Mißtrauen in ſeine ärzt⸗ liche Fähigkeiten verrathen haben würde, das Blut des Caraktakus nicht in Wallung brächte. Er behandelte mich nämlich als Arzt, denn Doktor Mackſhane fragte niemals nach mir, oder wußte nicht einmal, wo ich mich befand. Als meine Krankheit ihren Höhepunkt erreicht hatte, hielt Morgan meinen Zuſtand für ver⸗ zweifelt. Er drückte mir daher, nachdem er in meinen Nacken ein Pflaſter gelegt hatte, die Hand, und hieß mich mit wehmüthiger Miene meine Seele Gott und dem Heilande empfehlen. Hierauf nahm er ſeinen Abſchied, und beſtellte den Caplan, um mir See⸗ lenarznei zu ſpenden. Ehe dieſet jedoch ankam, verſuchte ich es, mich von dem läſtigen Pflaſter, das der Walliſe mir auf den Rücken gelegt hatte, zu befreien.

Nachdem der Pfarrer meinen Puls gefühlt hatte, frug er