Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Crlaubniß, im Mitteldeck wegen der geſunden Luft bei den Sol⸗ daten liegen zu dürfen. Ich hätte mir indeſſen die Mühe erſparen können: denn dieſer menſchlich geſinnte Befehlshaber ſchlug mir meine Bitte ab, und befahl mir, in dem Raume zu bleiben, wel⸗ cher den Unterärzten beſtimmt ſey; im andern Falle aber müſſe ich mich bequemen, im Hoſpitale zu liegen, das, beiläufig geſagt, dreimal eckelhafter war, als unſer eigener Verſchlag. Ein Ande⸗ rer, als ich, würde in gleicher Lage ſich ſeinem Schickſale unter⸗ worfen haben und im Fieberparvrismus geſtorben ſeyn. Mir war jedoch der Gedanke, auf ſo klägliche Weiſe zu enden, nachdem ich ſo vielen Stürmen des Unglücks getrotzt hatte, unerträglich. Ohne darum auf Oakums Befehl zu achten, vermochte ich die Soldaten (die mir geneigt waren), mein Bett bei ihnen aufſchlagen zu dür⸗ fen. Schon wünſchte ich mir zu meiner leidlichen Lage Glück, als Crampley die Sache erfuhr, dem Capitän meine Mißachtung ſei⸗ ner Befehle anzeigte, und mit der Vollmacht bekleidet wurde, mich wieder an meinen früheren Aufenthaltsort zu bringen.

Dieſe Barbarei erbitterte mich dermaßen gegen ihren Urheber, daß ich unter bitteren Verwünſchungen gelobte, denſelben zu ſtren⸗ ger Rechenſchaft zu ziehen, falls ich je wieder zu Kräften käme. Die Aufregung meines Innern verſchlimmerte noch mein Fieber. Während ich in dieſem hölliſchen Aufenthalte, nach Luft ſchnappend, mich befand, beſuchte mich ein Sergeant, dem ich das Naſenbein, welches durch einen Splitter während des Gefechts auseinander geriſſen worden war, wieder eingerichtet hatte. Als er von mei⸗

ner Lage hörte, ſo bot er mir ſeine Schlafſtelle auf dem Mittel⸗

deck an, die mit Leinwand eingefaßt und von einer offenen Stückpforte durchlüftet war. Freudig nahm ich den Vorſchlag an, und wurde ſogleich auf den Platz geführt, wo ich während der Dauer meiner Krankheit von dieſem dankbaren Hellebardier, der

auf der ganzen Veberfahrt kein anderes Bett für ſich ſelbſt hatte,

als einen Hühnerſtall, mit der äußerſten Zärtlichkeit und Sorgfalt