Teil eines Werkes 
3. Band, Roderich Random : Roman : 3. Band (1840) The adventures of Roderick Random
Entstehung
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Wie einfältig urtheilen daher Solche, welche die große Sterb⸗ lichkeit unter uns unſerem ſchlechten Mundvorrathe und Waſſer⸗ mangel zuſchreiben, und die behaupten, manches koſtbare Leben wäre erhalten worden, wenn man die zweckloſen Transportſchiffe dazu benutzt haben würde, von Jamaika und andern umliegenden Eilanden, zum Gebrauch des Heeres und der Flotte, friſche Vor⸗ räthe, Schildkröten, Früchte und ſonſtige Erfriſchungen kommen zu laſſen, beſonders wenn man noch in Betracht zieht, daß die Ge⸗ ſtorbenen wahrſcheinlich an einen beſſern Ort kamen, und die Ueberlebenden um ſo leichter erhalten wurden. Es bleiben noch immer Leute genug übrig, um vor den Mauern von St. Lazarus zu fallen, wo ſie ſich benahmen, wie die Ochſen ihrer Heimath, welche mit geſchloſſenen Augen den Bären in den Rachen laufen, und für ihre Tapferkeit ſich den Kopf zerſchmettern laſſen.

Doch wieder zurück zu meiner Erzählung. Nachdem wir in die genommenen Forts Beſatzungen gelegt, und unſere Soldaten nebſt der Artillerie wieder eingeſchifft hatten(ein Stück Arbeit, das uns länger als eine Woche aufhielt), ſo warfen wir uns in die Mündung des inneren Hafens, der durch eine große Citadelle einerſeits und eine kleine Redoute andrerſeits geſchützt wurde, die beide vor unſerer Annäherung verlaſſen wurden, während der Ein⸗ gang in den Hafen von mehreren alten Galeoten und zwei Kriegs⸗ ſchiffen gedeckt war, welche der Feind in den Kanal verſenkt hatte. Wir verſuchten jedoch, den Durchgang für einige Schiffe zu er⸗ zwingen, die eine zweite Landung unſerer Truppen an einer Stelle,

die den Namen La Guinta trug, und in der Nähe der Stadt lag, decken ſollte. Daſelbſt ſchlugen ſie, nach ſchwachem Widerſtande von Seiten der Spanier, die ihre Ausſchiffung verhindern wollten, in der Abſicht ein Lager auf, das Caſtell St. Lazarus zu be⸗ lagern, welches durch ſeine höhere Lage die Stadt beherrſchte. Ob unſer berühmter General Niemand in ſeinem Heere hatte, der Ap⸗ proſchen anzulegen verſtand, oder ob er einzig und allein dem Ruhme