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Vierundfünfzigſtes Kapitel.
Nach ihrer Ankunft in Lille beſehen ſie die Citadelle. Der Doktor be⸗ kommt Händel mit einem Nordbritten. Dieſer wird verhaftet.
Nachdem dieſe ehrenwerthen Abenteurer abgereist waren, erkun⸗ digte ſich Pickle, der den Verlauf der Sache mit angeſehen hatte, nach ihnen bei dem Gaſtwirth. Dieſer ſchwur bei Gott und allen Heiligen, daß er doch noch Verluſt gehabt haben würde, wenn ſie auch ihre Rechnung bezahlt hätten; denn weil er ihre Einwendungen vorausgeſehen, hätte er Alles unter dem Preiſe angeſetzt. Das Anſehen der Offiziere in Frankreich ſey nämlich ſo groß, daß er gegen ihren Willen nicht das Geringſte einwenden dürfte. Wenn die Sache vor die Obrigkeit gebracht worden wäre, ſo hätte er, nach den Marimen ihrer Regierung, welche dieſen Unterdrückungen von Seiten der Herren Militärs immer durch die Finger ſehe, nothwendig leiden und ſich noch dazu ihren Groll auf den Hals laden müſſen, welcher hinreichend wäre, ihn zu Grunde zu richten.
Unſer Held kochte vor Unwillen bei dieſen auffallenden Beiſpie⸗ len von Ungerechtigkeit und Willkürlichkeit. Er wandte ſich an ſeinen Hofmeiſter, und fragte ihn, ob dieß ein Beweis von dem glücklichen Zuſtande des franzöſiſchen Volkes ſey. Jolter erwiederte, daß jede menſchliche Inſtitution in manchen Stücken ihre Gebrechen haben müſſe. Er gab zu, daß in dieſem Königreiche der Adel mehr Schutz genieße als der gemeine Mann, weil man vorausſetze, daß die edeln Geſinnungen und höheren Eigenſchaften der Leute von Rang ſie zu dieſem Vorzuge berechtigten; ein Vorzug, wobei man auch noch immer auf die Verdienſte ihrer Ahnen Rückſicht nähme, um deren willen ſie zuerſt geadelt worden wären. Allein die Obrigkeit, be⸗ hauptete Jolter, habe der Wirth falſch geſchildert, da ſie in Frank⸗ reich niemals ermangle, offenbare Beleidigungen, Beſchimpfungen und Mißbräuche ohne Anſehen der Perſon zu beſtrafen.


