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ausſtieß, und fragte: ob man ſo mit königlichen Offizieren umgehen dürfe? Der arme Tropf von Wirth betheuerte ſehr demüthiglich, er habe den größten Reſpekt vor Seiner Majeſtät und vor Allem, was Allerhöchſtdenſelben zugehöre. Er hätte nicht im mindeſten auf ſein Intereſſe geſehen, ſondern verlange nur die Auslage für ihre Bewirthung wieder.
Dieſe beſcheidene Forderung ſchien jedoch keine andere Wirkung zu thun, als daß ſie ihre Frechheit nur noch erhöhte. Sie ſchwuren, dem Stadtcommandanten ſeine Erpreſſung zu melden, der ihm dann ſchon zeigen würde, wie ſich Gaſtwirthe gegen Männer von Ehre zu benehmen hätten. Sie drohten mit ſolcher Zuverſichtlichkeit und Entrüſtung, daß der arme Teufel von Wirth, der die Folgen ihres Zorns fürchtete, auf die kriechendſte Art um Verzeihung flehte und auf's Demüthigſte zu wiederholten Malen bat, ſie möchten ihm das Vergnügen erzeigen, ſie auf eigene Koſten bewirthet zu haben. Dieß war eine Gunſt, die er nur mit vieler Schwierigkeit erlangte. Sie verwieſen ihm ſeine Betrügerei gar ernſtlich, ermahnten ihn, auf ſein Gewiſſen ſowohl als auf eine gute Behandlung ſeiner Gäſte mehr Rückſicht zu nehmen. Inſonderheit ſchärften ſie ihm ein, ſich gegen die Herren von der Armee gut aufzuführen. Dann ſtiegen ſie zu Pferde und ritten gar ſtattlich davon. Der Wirth dankte Gott von Herzen, daß er ſo glücklich den Zorn zweier Offiziere ge⸗ ſtillt hatte, denen es entweder an Luſt oder an Mittelu fehlte, ihre Rechnung zu bezahlen. Denn die Erfahrung hatte ihn gelehrt, vor allen dergleichen Reiſenden auf der Huth zu ſeyn, die gemeiniglich den Wirth in Contribution ſetzen, unter dem Vorwande, ihn ſeine übertriebenen Forderungen abbüßen zu laſſen, ſelbſt wenn jener ſich bereit und willig erklärt hat, ſie auf einen ihnen ſelbſtbeliebigen Fuß zu beköſtigen.


