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Gelegenheit unausſprechlich. Ihn quälten alle die Schmerzen, die eine gedemüthigte Eitelkeit fühlen kann, und zugleich folterten ihn alle die Furien der Rachgier gegen die Offenbarer und Entdecker ſeiner Schande. Nachdem ihn nun dieſe ſolchergeſtalt in ſeinen Drangſalen verhöhnt hatten, gingen ſie mit lautem Gelächter aus dem Zimmer, und überließen ihn den dornenvollen Betrachtungen ſeines Stolzes.
Der Maler inzwiſchen, der wegen ſeiner Mäßigung eben nicht
zu rühmen war, konnte ſich nicht enthalten, gewiſſe boshafte An⸗ ſpielungen auf den Unſtern des Doktors zu machen. Auf dieſe Art kam er auch dem Hofmeiſter zu Ohren, vor dem jener es unter allen Menſchen am liebſten verborgen gehalten hätte. Dieß machte ihn denn den ganzen Weg über mürriſch und niedergeſchlagen. Ghe ſie Arras erreichten, waren die Thore dieſer Stadt bereits geſchloſſen worden. Sie ſahen ſich demnach genöthigt, in einem Wittelgaſthof der Vorſtadt zu übernachten. Dort trafen ſie ein paar franzöſiſche Offiziere an, die ſich auf der Reiſe von Paris nach Lille befanden und ſo weit Poſt geritten hatten. Dieſe Herren, welche etwa Dreißiger ſeyn mochten, betrugen ſich ſo übermüthig, daß unſer Held großen Anſtoß daran nahm. Deſſen ungeachtet näherte er ſich ihnen auf dem Hofe mit vieler Artigkeit und ſchlug ihnen vor, zuſammen zu Abend zu eſſen. Dieſe Einladung lehnten ſie jedoch unter dem Vorwande ab, daß ſie ſchon für ſich Eſſen beſtellt hätten, verſprachen aber, gleich nach der Mahlzeit ihm und ſeiner Geſell⸗ ſchaft aufzuwarten.
Dieſe Zuſage ward erfüllt. Nachdem ſie einige Gläſer Bur⸗ gunder getrunken hatten ſchlugen ſie unſerem jungen Herrn zum Zeitvertreib eine Partie Quadrille vor. Peregrine durchſchaute ihren Plan ſogleich, und erkannte, daß ſie keine andere Abſicht hätten, als ihn und ſeine Gefährten zu rupfen. Denn ihm war bekannt, zu welchen Ränken ein Subaltern in franzöſiſchen Dienſten ſich ge⸗ nöthigt ſieht, um ſtandesmäßig leben zu fönnen und er hatte gute


