Teil eines Werkes 
9. Band, Peregrine Pickle : Roman : 2. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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rung ein Wundarzt da, um den gethanen Vorſchlag zu vollziehen; die nöthigen Inſtrumente und Verbände lägen im Nebenzimmer bereit.

Erſchreckt über dieſe plötzliche Anſtalt flog Pallet an das andere Ende des Gemachs, ergriff einen irdenen Kammertopf, die einzige Trutzwaffe, die ſich an dieſem Orte befand, und ſetzte ſich in Ver⸗ theidigungsſtand. Er drohte mit manchen Flüchen, dem Wundarzt den Schädel zu zerſchmettern, wenn er ſich unterſtände, die Naſe in's Zimmer zu ſtecken.

Der Schließer, der ſich einen ſolchen Empfang nicht hätte träu⸗ men laſſen, mußte glauben, daß die arme Dame ihren Verſtand ver⸗ loren habe, daher er forteilte und die Thüre offen ſtehen ließ. Jetzt raffte Peregrine alle Stücke von Pallet's Anzug in größter Schnel⸗ ligkeit zuſammen, ſtopfte ſie ihm unter die Arme, gab ihm zu ver⸗ ſtehen, daß jetzt das Feld frei ſey, und ermahnte ihn, ihm auf der Ferſe bis an das Thor zu folgen, wo eine Miethskutſche in Bereit⸗ ſchaft ſtehe, um ſie einzunehmen.

Da keine Zeit zu verlieren war, ſo nahm der Maler dieſen Rath an, und ſprang mit ſeinem irdenen Gefäß in der Hand, das er in der Eile wegzuthun vergeſſen hatte, hinter unſerm Helden her. Aus ſeinem ganzen Weſen leuchtete alle die Wildheit des Schrecks und der Ungeduld hervor, die, wie man ſich wohl denken kann, ſich eines Menſchen bemächtigten, welcher der Entmannung oder einer ewigen Gefangenſchaft entflieht.

Der Aufruhr in ſeinem Innern war ſo groß, daß er dadurch ſeiner Denkkraft völlig beraubt wurde, und nichts als ſeinen Führer vor ſich ſah, welchem er inſtinktmäßig folgte. Er blickte weder auf Hüter noch auf Schildwachen, die, als er, mit den Kleidern unter dem einen Arme und mit der andern Hand das Kammergeſchirr hoch über dem Kopf geſchwungen, vorüber raste, ihrer Verwunde⸗ rung über eine ſo ſeltſame Erſcheinung kein Ende finden konuten.

Als er im Wagen ſaß, ſchrie er in Einem fort mit der laute⸗ ſten Stimme:Fahr' zu, Kutſcher, um Gotteswillen fahr' zu!