Teil eines Werkes 
9. Band, Peregrine Pickle : Roman : 2. Band (1841) Peregrine Pickle and his adventures
Entstehung
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ſowohl wie Ihre Seele wird bei dieſer Veränderung gewinnen. Sie werden keine gefährlichen Begierden mehr zu befriedigen haben, keine fleiſchlichen Gedanken werden Sie von Ihren Berufsgeſchäften ab⸗ lenken; und Ihre von Natur ſchon angenehme Stimme wird dadurch einen ſolchen Grad von Vollkommenheit erhalten, daß Sie Jeder⸗ mann von Stande und Geſchmack durch dieſelbe bezaubern, und in Kurzem unter dem Namen des engliſchen Seneſino berühmt ſeyn werden.

Dieſe Beweisgründe machten nothwendigerweiſe auf den Maler Eindruck. Deſſenungeachtet hatte er dreierlei dagegen einzuwenden, nämlich die Schande der Beſtrafung, die Schmerzen bei der Opera⸗ tion und endlich die Furcht vor ſeiner Frau. Pickle übernahm es, dieſe Schwierigkeiten aus dem Wege zu räumen. Die Sentenz, ver⸗ ſicherte er, würde ſo geheim vollſtreckt werden, daß davon nichts unter die Leute kommen ſollte; was die Schmerzen anlangte, ſo thäte das Verſchneiden(wie er von Motecelli erfahren habe) nicht einmal ſo weh als das Ausreißen eines Zahns; und was ſeine Frau an⸗ beträfe, ſo könne die ja nicht ſo ungewiſſenhaft ſeyn, nach ſo vielen Jahren ehelicher Umarmungen gegen ein Mittel etwas einzuwenden, wodurch ſie nicht nur wiederum den Umgang ihres Mannes, ſondern auch die Früchte der Talente genöße, die das Meſſer ſo merklich ver⸗ beſſern würde.

Gegen die letzte Vorſtellung ſchüttelte Pallet den Kopf, als wenn er nicht dächte, daß ſich ſeine Frau dadurch würde überzeugen laſſen. Er nahm aber den Vorſchlag an, ſofern man ihre Einwilli⸗ gung dazu erhalten könnte. So eben, als er ſich dieſer Operation unterwerfen wollte, trat der Schließer herein, und äußerte dem ver⸗ meinten Frauenzimmer ſein Vergnügen darüber, daß er ihr melden könne, wie ſie von Stund an nicht länger ſeine Gefangene ſey.

Da der Maler kein Wort franzöſiſch verſtand, ſo übernahm Peregrine das Amt eines Dolmetſchers, und beredete ſeinen Freund, der Kerkermeiſter habe ihm berichtet, es ſey auf Befehl der Regie⸗