Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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Der Steuermann blieb allein. Er war ein ſchwacher, unentſchloſſener Mann. Aus eigenem An⸗ triebe gleich unfähig zum Guten wie zum Böſen, war in den Händen Anderer Alles aus ihm zu machen.

„Wenn ich nicht thue, was ſie haben wollen, bringen ſie mich um!“ ſprach er vor ſich.„Gebe ich nach, rette ich das Schiff und kriege wohl noch gar eine Belobigung. Warum ſoll ich nicht ſagen, daß er toll geworden iſt? Hat es ſich ja ſelbſt zu⸗ zuſchreiben, daß er ſo behandelt wird. Will ihn allen⸗ falls überwachen und ihm manchmal heimlich etwas zuſtecken.“

So ward der Steuermann der Führer„der gol⸗ denen Eintracht“ und deren rebelliſchen Mannſchaft. Dieſe hatte ſich in einem Kreiſe auf dem ſonnigen Deck gelagert. Der Koch führte den Vorſitz bei dem Gelage und wilde Reden erhitzten die vom Grog erglühten Köpfe vollends. Der Steuermann ging vor ſich auf und ab und wenn zuweilen ein verwe⸗ genes Wort ſein Ohr traf, fuhr er zuſammen. Er hatte ſchon öfters in das Zwiſchendeck gehen und dem Capitain eine Erquickung bringen wollen, aber, wie immer fehlte ihm auch jetzt der Muth dazu.

Der Capitain ſaß in ſeinem Käficht. Die erſten

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