Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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mann geholt. Er zeigte ihm, wie dem Capitain ge⸗ ſchehen und ſagte:

„Jetzt iſt das Commando Euer. Wir werden Euch in allen Dingen gehorchen, die zur Bedienung des Schiffes gehören. Wenn Ihr Euer Leben lieb habt, fahrt Ihr redlich an unſern Beſtimmungsort und helft uns, den Verrückten abliefern. Treibt Ihr falſches Spiel, genade Euch Gott. Wir halten offene Augen. In der Kajüte mögt Ihr bleiben und für Euch den großen Herrn ſpielen. Aber die Schlüſſel zur Botlerei ſind unſer und für diesmal geht die Kajüte bei dem Zwiſchendeck zu Gaſte.“

Mit klopfendem Herzen willigte der Steuermann in Alles, was er nicht weigern konnte.

„Oder noch beſſer,“ ſagte der rothe Friedel und ſchlug ihm vertraulich auf die Schulter,„Ihr macht mit uns gemeinſchaftliche Sache. Wenn wir in Rio ankommen, muß Jeder am Bord, alſo auch Ihr, ausſagen, der Capitain ſei unterweges toll gewor⸗ den. Findet der Doktor es nicht, ſo ward er unter⸗ deſſen wieder geſund. Was können wir dafür? Schwört Ihr aber nicht zu uns, ſo müſſen wir bei der Ankunft auch noch melden, daß Ihr aus Ver⸗ ſehen über Bord gefallen wäret. Nun habt Ihr das Ausſuchen.“