Paar Tage raſete er wie ein angeſchoſſener Eber. Er ſchlug gegen die Wände, daß es dröhnte; aber die ſchweren Eichenbohlen wankten nicht. Endlich brach ſeine Kraft. Er verſank in ein dumpfes Brü⸗ ten und hatte kein Wort der Erwiderung, wenn der Koch ihm täglich den Speiſenapf durch die Oeff⸗ nung ſchob und ihn dabei höhnte, oder mit groben Schimpfworten mißhandelte. Der gefangene Tiger war gebändigt.
Da ſandte ihm der Himmel in ſeiner Verlaſſen⸗ heit einen helfenden Freund. Es war der Kajüten⸗ wächter, den er ſo oft um geringer Urſache willen mißhandelte. Der Vater dieſes Knaben war ſelbſt viele Jahre Matroſe geweſen. Einſtmals ſaß er mit mehreren früheren Backsmaaten zuſammen und ſie ſprachen von böſen Capitainen, die ihren Leuten das Leben ſauer machten, und wie ſchwer es ſei, ſolchen Unglimpf gelaſſen zu ertragen. Da hatte der Vater geantwortet:„Müßt es aber doch thun. Der Capitain iſt auf ſeinem Schiffe, was der König in ſeinem Lande und der Herrgott über Alle. Wer gegen ihn ſeine Hand erhebt, macht ſich großer Sünde theilhaftig. Eine Reiſe, wie lang ſie iſt, währt nicht ewig, und man kann mit gutem Gewiſſen vom Bord gehen.“ Dieſe Worte hatte der Knabe gehört und


