Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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er einer jener Kneipen zu, wo nur der entartete See⸗ pöbel hauſt, und in einer ununterbrochenen Orgie die Tage hinbringt, ſo lange noch ein Groſchen in ſeiner Taſche iſt, oder der Kneipenwirth noch borgt in der Hoffnung auf eine baldige Anmunſterung.

„Rother Friedel!“ ſchrie eine heiſere Stimme. „Wirf mir'mal Deinen Tabacksbeutel herüber. Will den Jungen hier lehren, manierlich eine Pfeife ſtopfen.“

Statt einer Antwort kam der Beutel über den Tiſch weg durch die Luft geflogen und ihm gerade in's Geſicht.

„Hölle und Teufel, was unterſtehſt Du Dich!“ ſchrie der heiſere Rasmus, kirſchbraun vor Zorn. „Und obenein iſt kein Körnchen Taback darin.“

„Es geht damit, Hans Rasmus,“ ſagte der rothe Friedel,“ wie mit Deinem Kruge. Iſt auch leer.“

„Du kannſt ihn in der Nähe beſehen, wie ich vorhin Deinen Beutel,“ lachte Hans Rasmus und warf den ſchweren Krug nach dem Kopf des rothen Friedel, der kaum ſchnell genug ſeitwärts ſpringen konnte.

Die erhitzten Geſellen ſtanden ſich kampffertig gegenüber. Die ganze Kneipe war in Bewegung.