Teil eines Werkes 
2. Theil (1855)
Entstehung
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Sie ſtolperten über Tiſche und Schemel und ſchloſſen einen Kreis um die beiden verſtürmten Burſchen, die ihre erſte Wuth in einem Schwall von Schimpfwör⸗ tern ausſtrömten.

Da trat ein Kerl mitten in die Gruppe, der ſich keck und auffordernd umſchaute. Er war klein und unterſetzt, aber von kräftigem Gliederbau. In ſeinem Geſichte lag etwas von einem Luſtigmacher und hoch auf dem borſtigen Haar ſchwebte eine roth⸗ wollene Schiffsmütze.

Wenn eine Geſtalt am Bord des Schiffes auf⸗ taucht, die eine rothe Mütze trägt und deren Phy⸗ ſiognomie eine Miſchung von Schlauheit und Ein⸗ falt trägt, ſo iſt es der Koch. Er hat den Stoff zu einem Sklavenaufſeher und einem Luſtigmacher zu gleicher Zeit in ſich. Wenn ſein Geſicht ſich der Kajüte zuwendet, nimmt ſein Rücken ſtets die Ge⸗ ſtalt eines Flitzbogens an. Blickt er von der Cam⸗ buſe aus nach dem Fockmaſt, ſieht er aus, als ob er ſagen wollte: wenn ich nicht will, könnt Ihr lange warten. Im Grunde hat Jeder einen Groll auf ihn, denn Jeder glaubt ſich von ihm beeinträchtigt; aber Keiner wagt es, dieſen Groll laut werden zu laſſen, um nicht den letzten Reſt von Gunſt zu ver⸗ lieren, worin er noch zu ſtehen glaubt. 6