43
des Vaters Liebling war und Alles bei ihm aus⸗ richten konnte.
Die vierzehn Tage waren vorüber und die Fre⸗ gatte fertig. Der letzte Nagel ward eingeſchlagen, Alles wurde vorbereitetet, um das neue Schiff am andern Morgen mit höchſter Fluth vom Stapel zu laſſen. Der Zimmerbaas hatte alle Hände voll zu thun, und bat ſeinen Freund, ihn nur doch heute nicht zu verlaſſen, was dieſer mit Widerſtreben zuſagte
Der erwartete Morgen brach an, und ſtrahlte im ſonnigſten Blau. Das Haupt des ſilbernen Nep⸗ tuns am Eingange des Werftes ward mit einer gro⸗ ßen Blumenkrone geſchmückt. Von dieſer hingen grüne Feſtons herab, die ſich kreuzförmig von Stab zu Stab um das ganze Gitter ſchlangen. Das Haus war blank und hell. Vor Allem aber hatte ſich der ge⸗ genüber liegende Balkon aufgeſchmückt. Er war der Sammelplatz für alle Damen, die nicht Muth genug hatten, dem Ablaufen am Bord ſelbſt beizuwohnen.
Das Schiff ſelbſt war der bewunderte Gegen⸗ ſtand für alle Welt. Der Kupferboden glänzte hell und der übrige Theil des Rumpfes bis zum Bregang war lackſchwarz, der Bregang ſelbſt aber, mit Har⸗ peuſe überſtrichen, von ſchmalen weißen Linien einge⸗ faßt. Die drei Maſte des Schiſſes waren einge⸗


