daß die Bauherren bei ſolcher Gelegenheit ein Uebri⸗ ges thun. Daneben flüſterte man ſich zu, daß zu der beſtimmten Zeit das Bremer Kind mit der Bremer Million eintreffen und Herr Ehrenfried Möller das neue Schiff zu Ehren ſeines künftigen Schwieger⸗ ſohnes Johannes taufen werde. Bei der Taufe aber, namlich bei der eines Schiffes, geht es naß her und es dauert manchmal drei Tage, ehe eine geübte Kehle ſich wieder gehörig trocken legt.
Ehlert Janſen ging trübſelig umher und nahm an der allgemeinen Luſt wenig Theil. Nur gegen Abend verließ er zeitweiſe den Werft. Der Freund ahnte wohl, wohin die geheimen Gänge führten, aber er ſtellte ſich, als merke er nichts, denn es iſt eine mißliche Sache, davon zu reden, daß ein junger Mann hinter dem Rücken des Vaters die Tochter, wenn auch nur von Weitem zu ſehen ſucht, und un⸗ bedacht eine Leidenſchaft nährt, die nie an ein glück⸗ liches Ziel führen kann.
Da kamen plötzlich raſch auf einander mehrere Briefe für Herrn Ehrenfried Möller perſönlich und wurden in derſelben Stunde noch beantwortet. Der alte Herr war ungewöhnlich geſchäftig und zugleich ſehr einſilbig. Niemand, der nicht mußte, kam in ſeine Nähe, ſelbſt die Tochter nicht, die doch ſonſt


